Telekom Austria: Kontinuierliche Ergebnisverbesserung in den ersten neun Monaten 2003 - Teil 2

Wien (OTS) - Finanzergebnis nach Geschäftssegmenten:

Wireline

in Mio.EUR 3.Qu.03 3.Qu.02 Verä.in % 1-9/03 1-9/02 Veränd.in % Umsatzerlöse 547,8 555,7 -1,4% 1.631,8 1.663,4 -1,9% Bereinigtes EBITDA 214,7 208,3 3,1% 625,8 628,1 -0,4% Bereinigte EBITDA Marge 39,2% 37,5% 38,4% 37,8% Betriebsergebnis 21,9 8,1 170,4% 16,0 9,6 66,7%

Anmerkung: Detaillierte operative Wireline-Zahlen sind im Anhang auf Seite 16 dargestellt.

Im Wireline-Segment wurde der Abwärtstrend im Sprachtelefonie-Bereich im 3. Qu. 03 von den steigenden Umsatzerlösen aus dem Bereich Internetzugang, Daten & IT-Lösungen sowie aus dem Wholesale-Geschäft teilweise ausgeglichen.

Vor dem Hintergrund eines schwächeren Marktumfeldes gelang es Telekom Austria eine stabile Marktposition aufrechtzuerhalten. Der gesamte Marktanteil, bezogen auf Minuten inklusive Interneteinwahl, betrug 55,4 % per Ende September 2003 gegenüber 55,2 % per Ende Juni 2003 und 55,6 % per September 2002. Der Marktanteil in der Sprachtelefonie blieb mit 53,0 % per Ende September 2003 gegenüber Ende Juni 2003 unverändert. Per Ende September 2002 betrug der Sprachtelefonie-Marktanteil 52,1 %.

Die Anzahl der TikTak-Anschlüsse stieg auf 1.146.200 per Ende September 2003 gegenüber 1.040.200 per Ende Juni 2003 und 646.100 per Ende September 2002. Durch die Einstellung des Minimumtarifs (siehe Erklärung unten) haben sich Kunden, die sonst automatisch in den Standardtarif umgestellt worden wären, für einen TikTak-Anschluss entschieden, da TikTak-Anschlüsse ein niedrigeres Grundentgelt haben.

Das gesamte Sprach- und Interneteinwahl-Minutenvolumen fiel im 3. Qu. 03 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 6,7 % auf 2,29 Mrd. Minuten, wobei sich die Sprachminuten um 3,6 % auf 1,40 Mrd. Minuten verringerten. Der allgemeine Rückgang des Minuten-volumens durch die Verlagerung des Verkehrsaufkommens in die Mobilfunknetze wurde im 3. Qu. 03 durch die extreme Wetterlage in Österreich und die außergewöhnlich hohen Gesprächsvolumina im Zusammenhang mit dem Hochwasser im 3. Qu. 02 beschleunigt. In den letzten Monaten hat sich im Vergleich zum Sommer eine Volumensverbesserung abgezeichnet. Der Rückgang des Interneteinwahl-Minutenvolumens um 11,2 % auf 0,89 Mrd. Minuten ist in erster Linie auf den Anstieg der ADSL-Anschlüsse in Kombination mit den lang andauernden sommerlichen Temperaturen zurückzuführen.

Die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse sank per Ende September 2003 gegenüber dem Vergleichs-zeitpunkt des Vorjahres um 2,7 % auf 3,03 Mio. und um 0,8 % gegenüber Ende Juni 2003. Die PSTN-Anschlüsse gingen um 3,8 % gegenüber Ende September 2002 zurück, während die Zahl der ISDN-Anschlüsse um 3,0 % anstieg. Die Anzahl der Zugangskanäle verringerte sich um 1,8 % auf 3,71 Millionen gegenüber Ende September 2002.

Die ADSL-Anschlüsse verzeichneten im 3. Qu. 03 einen Anstieg um 17.600 auf 232.500 gegenüber Ende Juni 2003. Diese Zahl umfasst auch 45.600 Anschlüsse, die an Wholesale-Kunden verkauft wurden. Ende September 2002 betrug die gesamte Zahl der ADSL-Anschlüsse 151.600. Nach dem gewöhnlichen Rückgang der ADSL-Nettozugänge über die Sommerferien kam es im September zu einer beträchtlichen Trendumkehr bei der Entwicklung der Neuanschlüsse, was auf verstärkte Vertriebsaktionen zurückzuführen ist. Die steuerliche Absetzbarkeit der Herstellungs- und Zugangsgebühren für ADSL-Anschlüsse hingegen ist noch kein Hauptgrund für den Anstieg der ADSL-Anschlüsse.

Mit einem Anstieg der Interneteinwahlkunden um 14,2 % auf 773.300 im 3. Qu. 03 gegenüber Ende September 2002 stieg die gesamte Anzahl der österreichischen Internetkunden von Telekom Austria, exklusive der ADSL-Wholesale-Kunden, auf 960.200 (+19,5 % im Vergleich zum Ende September 2002). Per Ende Juni 2003 belief sich die gesamte Zahl der Internetkunden auf 948.800, davon waren 774.500 Interneteinwahl-Kunden.

Im Wireline-Bereich fielen die Umsatzerlöse im 3. Qu. 03 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,4 %. Diese rückläufige Entwicklung ist in erster Linie auf niedrigere Sprachtelefonie-Verbindungsentgelte zurückzuführen, bei denen ein Umsatzrückgang um 9,1 % auf 109,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr verzeichnet wurde. Dieser Rückgang ist wiederum das Ergebnis sinkender Verkehrsvolumina sowie einer Reduktion der Tarife, die sich im 3. Qu. 03 um durchschnittlich 2,5 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verringerten.

Die Umsatzerlöse aus "Grundentgelten & sonstigen Spracherlösen" fielen um 3,8 % auf 140,4 Mio. EUR, was in erster Linie auf die sinkende Anzahl der Anschlüsse sowie auf die vorjährige Auflösung von Rückstellungen für Rabatte zurückzuführen ist, welche sich positiv auf die Umsatzerlöse im 3. Qu. 02 auswirkte.

Die Umsatzerlöse aus "öffentlichen Sprechstellen & Mehrwertdiensten" verringerten sich im 3. Qu. 03 um 16,2 % auf 19,2 Mio. EUR, was vor allem auf die geringere Nutzung von öffentlichen Sprechstellen zurückzuführen ist.

Die Umsatzerlöse im Bereich "Daten & IT Lösungen" stiegen im 3. Qu. 03 um 5,5 % auf 86,6 Mio. EUR und profitierten vom stärkeren Projekt-Geschäft.

Die Umsatzerlöse aus "Internetzugang & Media" stiegen im 3. Qu. 03 um 4,4 % auf 49,6 Mio. EUR gegenüber dem 3. Qu. 02. Die Umsatzerlöse aus Breitbandzugang und aus neuen Produkten für Geschäftskunden konnten den Abwärtstrend im Interneteinwahl-Geschäft mehr als ausgleichen.

Die Umsatzerlöse im Bereich "Wholesale Sprachtelefonie & Internet" stiegen aufgrund von höherem internationalem Transitverkehr um 5,2 % auf 74,8 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse aus dem Bereich "Wholesale Daten" stiegen um 11,4 % auf 25,5 Mio. EUR.

Die Schließung des niedrig-margigen Netzwerk-infrastrukturgeschäfts im Vorjahr trug zum Rückgang der sonstigen Wireline-Umsatzerlöse um 1,6 % auf 42,3 Mio. EUR bei.

Der Anstieg des bereinigten EBITDA im Wireline-Bereich um 3,1 % auf 214,7 Mio. EUR führte zu einer Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge von 37,5 % im 3. Qu. 02 auf 39,2 % im 3. Qu. 03.

Der Anstieg der bereinigten EBITDA-Marge ist das Ergebnis weiterer Einsparungen infolge der Zusammenführung der Festnetz-, Daten- und Internetsegmente in den Wireline-Bereich sowie der Zentralisierung der Büroräumlichkeiten in Wien. Die Bemühungen zum Abbau von nicht genutzten Urlaubstagen führten zu einer Reduktion der Rückstellungen für abgegoltene Abwesenheit und wirkten sich mit 8,3 Mio. EUR positiv auf das Ergebnis für das 3. Qu. 03 aus.

Niedrigere Sachanlagenzugänge führten im 3. Qu. 03 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zu einem Rückgang der Abschreibungen um 3,7 % auf 192,8 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis im Wireline-Bereich verbesserte sich von 8,1 Mio. EUR auf 21,9 Mio. EUR.

Das Wireline-Geschäftssegment umfasst auch das Ergebnis des tschechischen Internet-Marktführers Czech On Line. Die Anzahl der Internetkunden betrug per Ende September 2003 274.000 gegenüber 262.000 im Vergleichs-zeitraum des Vorjahres und 273.500 per Ende Juni 2003.

Nach dem Launch der Betreibervorwahl und der ADSL Angebote im 2. Qu. 03 gelang es Czech On Line im 3. Qu. 03 neue Privat- und Geschäftskunden zu gewinnen. Außerdem begann das Unternehmen Sprachtelefoniedienste für Privatkunden über Betreibervorwahl anzubieten. Die Umsatzerlöse stiegen um 67,9 % auf 4,7 Mio. EUR, das bereinigte EBITDA erhöhte sich von 0,3 Mio. EUR im 3. Qu. 02 auf 1,6 Mio. EUR im 3. Qu. 03. Das Betriebsergebnis verbesserte sich auf 1,0 Mio. EUR (3. Qu. 02: minus 0,3 Mio. EUR).

Im Juli 2003 hat die österreichische Regulierungsbehörde die von Telekom Austria beabsichtigte Einstellung des Minimumtarifs per 30. September 2003 genehmigt. Bestehende Kunden mit Minimumtarif wurden in den Standardtarif umgestellt. Durch die Einstellung des Minimumtarifs erhöht sich das Grundentgelt (exkl. USt.) von 11,5 EUR auf 13,9 EUR, dies jedoch bei bis zu 6 % günstigeren Verbindungsentgelten. Alle anderen Tarifoptionen von Telekom Austria sind unverändert erhalten geblieben. Die Auswirkungen der Einstellung des Minimumtarifs wurden bereits in den Prognosen für die zukünftige Umsatzentwicklung einkalkuliert.

Fortsetzung folgt

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