Andreas Schieder: VP-Tschirf verschläft alles!

Wien und Burgenland arbeiten bereits seit langem intensiv und erfolgreich zusammen

Wien (SPW-K) - "Wien und Burgenland arbeiten bereits seit vielen Jahren auf zahlreichen Gebieten eng und vor allem erfolgreich zusammen. Es bedarf daher keines diesbezüglichen Anstoßes des Wiener ÖVP-Klubobmanns Tschirf", stellte Dienstag SPÖ-Gemeinderat Mag. Andreas Schieder in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu diesbezüglichen Äußerungen des ÖVP-Politikers fest. Schieder wies zudem die Behauptung Tschirfs, Wien verweigere sich einer verstärkten Kooperation mit dem Burgenland, als "glatte Erfindung" zurück.

In seinem Eifer, von der schlechten Politik der schwarzblauen Bundesregierung abzulenken und Wien mit allen Mitteln anzuschwärzen, habe Tschirf selbst die jüngsten Erfolge der Zusammenarbeit der beiden Bundesländer auch im Rahmen weitreichender Projekte glatt verschlafen, setzte Schieder fort. Er erinnerte u. a. daran, dass erst vor wenigen Wochen eine Deklaration zur engeren Zusammenarbeit der neuen Europaregion mit fünf Millionen Einwohnern zwischen Wien, Niederösterreich, Burgenland und den östlichen Nachbarn unterzeichnet worden wäre. Mit der soeben in Brüssel präsenstierten Initiative "Centrope", in der die Betriebsansiedlungsagenturen von Wien, Niederösterreich, Burgenland, die Bundesagentur Austrian Business Agency und ihre Schwesterorganisationen aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn vertreten sind, wollen die vier mitteleuropäischen Regionen Ostösterreich, Südtschechien, die Westslowakei und Westungarn, gemeinsam um Investoren vor allem aus den USA und Asien werben, informierte Schieder.

Auch mit dem von Wien und Burgenland bereits seit längerer Zeit geforderten und nun beschlossenen Ausbau der Eisenbahn zwischen Wien und Sopron - der übrigens von der EU mitfinanziert werde - könne, so Schieder, ein weiteres wichtiges verkehrspolitisches Ziel beider Bundesländer verwirklicht werden. Ebenso sei der "Letter of Intent" zwischen Wien, dem Verkehrsministerium und den ÖBB zum Bau des Wiener Zentralbahnhofes sowohl mit Niederösterreich als auch mit dem Burgenland abgesprochen gewesen. "Allein diese Fakten beweisen, wie unsinnig die Behauptung Tschirfs über eine Gesprächsverweigerung Wiens hinsichtlich einer engen Zusammenarbeit mit dem Burgenland ist", betonte Schieder.

Es sei zwar grundsätzlich erfreulich, dass sich im Jahr 2003 die beiden ÖVP-Landtagsklubs von Wien und Burgenland endlich zu einer engeren Zusammenarbeit entschlossen hätten, diesen Schritt aber gewissermaßen als "Jahrhundertereignis" zu akklamieren, sei doch einigermaßen verwunderlich, schloss Schieder. (Schluss)

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