- 18.11.2003, 12:48:14
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Andreas Schieder: VP-Tschirf verschläft alles!
Wien und Burgenland arbeiten bereits seit langem intensiv und erfolgreich zusammen
Wien (SPW-K) - "Wien und Burgenland arbeiten bereits seit vielen
Jahren auf zahlreichen Gebieten eng und vor allem erfolgreich
zusammen. Es bedarf daher keines diesbezüglichen Anstoßes des Wiener
ÖVP-Klubobmanns Tschirf", stellte Dienstag SPÖ-Gemeinderat Mag.
Andreas Schieder in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu
diesbezüglichen Äußerungen des ÖVP-Politikers fest. Schieder wies
zudem die Behauptung Tschirfs, Wien verweigere sich einer verstärkten
Kooperation mit dem Burgenland, als "glatte Erfindung" zurück.
In seinem Eifer, von der schlechten Politik der schwarzblauen
Bundesregierung abzulenken und Wien mit allen Mitteln anzuschwärzen,
habe Tschirf selbst die jüngsten Erfolge der Zusammenarbeit der
beiden Bundesländer auch im Rahmen weitreichender Projekte glatt
verschlafen, setzte Schieder fort. Er erinnerte u. a. daran, dass
erst vor wenigen Wochen eine Deklaration zur engeren Zusammenarbeit
der neuen Europaregion mit fünf Millionen Einwohnern zwischen Wien,
Niederösterreich, Burgenland und den östlichen Nachbarn unterzeichnet
worden wäre. Mit der soeben in Brüssel präsenstierten Initiative
"Centrope", in der die Betriebsansiedlungsagenturen von Wien,
Niederösterreich, Burgenland, die Bundesagentur Austrian Business
Agency und ihre Schwesterorganisationen aus Tschechien, der Slowakei
und Ungarn vertreten sind, wollen die vier mitteleuropäischen
Regionen Ostösterreich, Südtschechien, die Westslowakei und
Westungarn, gemeinsam um Investoren vor allem aus den USA und Asien
werben, informierte Schieder.
Auch mit dem von Wien und Burgenland bereits seit längerer Zeit
geforderten und nun beschlossenen Ausbau der Eisenbahn zwischen Wien
und Sopron - der übrigens von der EU mitfinanziert werde - könne, so
Schieder, ein weiteres wichtiges verkehrspolitisches Ziel beider
Bundesländer verwirklicht werden. Ebenso sei der "Letter of Intent"
zwischen Wien, dem Verkehrsministerium und den ÖBB zum Bau des Wiener
Zentralbahnhofes sowohl mit Niederösterreich als auch mit dem
Burgenland abgesprochen gewesen. "Allein diese Fakten beweisen, wie
unsinnig die Behauptung Tschirfs über eine Gesprächsverweigerung
Wiens hinsichtlich einer engen Zusammenarbeit mit dem Burgenland
ist", betonte Schieder.
Es sei zwar grundsätzlich erfreulich, dass sich im Jahr 2003 die
beiden ÖVP-Landtagsklubs von Wien und Burgenland endlich zu einer
engeren Zusammenarbeit entschlossen hätten, diesen Schritt aber
gewissermaßen als "Jahrhundertereignis" zu akklamieren, sei doch
einigermaßen verwunderlich, schloss Schieder. (Schluss)
OTS0148 2003-11-18/12:48
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