• 18.11.2003, 12:30:52
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Frais: Vollkommen verfehlte Anti-Temelín-Politikgipfelt in tschechischen Ausbauplänen

Pühringer und Anschober müssen auf Bundesregierung einwirken, um Ausbau zu verhindern

Linz (OTS) - Tschechien hat mit dem für 2004 angekündigten Ausbau
des AKWs Temelín heute die Antwort auf die vollkommen verfehlte
Anti-Temelín-Politik der österreichischen Bundesregierung gegeben.
"Mit dem Melker Abkommen ist es weder gelungen die Inbetriebnahme
Temelíns zu verhindern, noch sind bis heute die Sicherheitsfragen
ausreichend verhandelt. Der jetzt geplante Ausbau von derzeit 2 auf 4
Reaktoren ist durch das Abkommen nicht einmal erfasst," so der
SP-Klubobmann. Er fordert daher Landeshauptmann Pühringer und
Umweltlandesrat Anschober im Interesse der Oberösterreicher zum
Handeln auf: "Sie müssen auf Pröll und Schüssel einwirken, damit
diese den Temelín-Ausbau verhindern!"

Schon bei den ersten beiden Reaktoren habe sich die Bundesregierung
darauf beschränkt der Bevölkerung "Sand in die Augen zu streuen",
erklärt Frais. "Trotz massiver Pannenserien sind noch nicht einmal
alle Sicherheitsfragen geklärt, wie auch der lange unter Verschluss
gehaltene Temelín-Expertenbericht beweist."

"Pühringer und Anschober müssen jetzt unverzüglich bei der
Bundesregierung aktiv werden, um den für Oberösterreich höchst
riskanten Temelín-Ausbau zu unterbinden. Von Anschober erwarte ich
mir ein klares Grün-Signal und eine klare Grün-Aktivität, die
deutlich über die Forderung nach einem Schulterschluss mit anderen
Bundesländern hinausgehen muss," so der oberösterreichische
Klubobmann.

Frais mahnt zur Eile: "Der Baubeginn für die beiden Zusatzreaktoren
wird von tschechischer Seite schon für 2004 angekündigt. Es herrscht
daher Gefahr in Verzug."

OTS0139    2003-11-18/12:30

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