• 18.11.2003, 11:24:09
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5.000 Mal "Seitenblicke" im ORF: 10.000 Euro für "Licht ins Dunkel"

"Seitenblicke"-Fest in den Wiener Interspot-Studios

Wien (OTS) - Im Oktober warf das umtriebigste Auge der TV-Nation
zum 5.000 Mal "Seitenblicke" auf das gesellschaftliche Treiben in
Österreich und der ganzen Welt - ein Grund, dies gebührend zu feiern.
Die Interspot und "tele - das österreichische Fernsehmagazin" luden
Montagabend in den Interspot-Studios im 23. Wiener Bezirk zu einem
Fest, das auch den Auftakt zur "Seitenblicke Night Tour" bildete und
dessen Erlös zur Gänze der ORF-Aktion "Licht ins Dunkel" zugute
kommt. Hunderte Gäste scheuten die 50 Euro Eintritt nicht - und so
fließen nun insgesamt rund 10.000 Euro auf das Spendenkonto.

"Seitenblicke"-Zwischenbilanz

ORF-Programmdirektor Dr. Reinhard Scolik: "Die 'Seitenblicke'
berichten nicht über Klatsch und Tratsch und wer mit wem, sie nehmen
gesellschaftliche Ereignisse zum Anlass, um österreichische und
internationale Lebenskultur zu vermitteln." Insgesamt kamen 55.000
Menschen vor den "Seitenblicke"-Kameras zu Bild und Wort. In den
5.000 Sendungen seit 1987 gab es 19.096 Beiträge in einer Gesamtlänge
von 636,6 Stunden, mit diesem Material könnten 26,5 Tage Sendezeit
gefüllt werden.

Hochkarätiges Showprogramm

Die Gäste bei diesem "Seitenblicke"-Fest - unter ihnen Dagmar Koller,
Alfons Haider, Waltraut Haas, Nachtklub-König Werner Schimanko,
Marika Lichter, Jeannine Schiller, Mijou Friesz, die Sportler Michael
Konsel und Alex Antonitsch, Schneider Peppino Teuschler, Autor Georg
Markus, Haubenkoch Manfred Buchinger - bekamen ein hochkarätiges
Showprogramm zu sehen und zu hören. Bundestheater-General Georg
Springer präsentierte sich ebenso auf der Bühne ("Ich bin von Kopf
bis Fuß auf Liebe eingestellt") wie Sona MacDonald ("Cabaret"), Maler
Christian Ludwig Attersee, Sophie und Geiger Julian Rachlin und
Sandra Cervik ("Der Novak lässt mich nicht verkommen"). Als
Mitternachtseinlage trat das gesamte "Seitenblicke"-Team zur
Rainhard-Fendrich-Hymne "Mir san die Hautevolee" gesanglich in
Erscheinung. ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm: "Ob die sich mit
dieser Einlage selbst in die Sendung genommen hätten ...?"

"Seitenblicke" im Wandel der Zeit

Hausherr Rudolf "Purzel" Klingohr, Chef der Interspot und Produzent
der "Seitenblicke", zog bei dieser Gelegenheit eine Zwischenbilanz
des televisionären Evergreens: "Die Events ändern sich, früher gab es
'Seitenblicke' eher privater Natur, heute drehen die Leute das Geld
zwei Mal um, und die Leute, die Geld haben, zeigen es nicht her. Auf
der anderen Seite hat sich die Wirtschaft an die 'Seitenblicke'
angenähert, die diese Sendung als Marketinginstrument entdeckt hat,
um Positives zu bewegen."

Evelyn Pluhar, Sendungsverantwortliche der "Seitenblicke",
präsentiert das Team (u. a. Ossi Märkl, Robert Reumann, Sabine
Spögler, Alex Hesse, Michael Meister, Romana Cassata, Peter Kocköfer)
und plauderte über das "Seitenblicke"-Tagesgeschäft: "Kein Tag
gleicht dem anderen, doch einiges bleibt ziemlich gleich: Jeder
Event-Veranstalter ist davon überzeugt, dass sein Fest das wichtigste
ist. Dabei haben wir an starken Tagen bis zu 50 Einladungen. Da ist
es unvermeidlich, dass wir jeden Tag irgendjemanden beleidigen, über
den wir nicht berichten können. Aber ich kann versichern: Jede
Einladung wird von uns gelesen und in der Redaktionskonferenz
besprochen."

Seit 1987 wird seitengeblickt

Am Montag, dem 28. September 1987, stand die erste Ausgabe der
"Seitenblicke" auf dem ORF-Programm. Protagonisten der ersten Stunde
waren unter anderem Drogenfahnder Alfred "Django" Rupf und "Allein
gegen die Mafia"-Hauptdarsteller Michele Placido, die Gruppe Opus mit
ihrem Erfolgskonzert in Moskau, Harald Juhnke und Starfigaro Erich.
Seither sind die "Seitenblicke"-Teams fixer Bestandteil jedes
Society-Events - vom Neusiedler bis zum Bodensee. Hatten die
Redakteure anfänglich noch mit Berührungsängsten seitens der Promis
zu kämpfen, zählen sie heute zu den wichtigsten Gästen jedes
Szenefests, und ein Beitrag in den "Seitenblicken" gilt mittlerweile
als gesellschaftliches Statussymbol. Auch im österreichischen
Wortschatz fand die Sendung ihren Niederschlag und gab einer sozialen
Gruppe - der "Seitenblicke-Gesellschaft" - ihren Namen.

Dass die "Seitenblicke" ins ORF-Programm aufgenommen wurden, ist auch
dem damaligen ORF-Generalintendanten Thaddäus Podgorski zu verdanken.
Im Vorwort zum 1994 erschienenen "Seitenblicke"-Buch schrieb er:
"Abgesehen von Inhalten ging es um die Machart, die leicht
distanziert und ironisierend sein sollte, aber niemals frech und
stänkerisch. Eine Gratwanderung, die nur mit entsprechender Routine
zu bewältigen ist."

Die "Seitenblicke Night Tour 2003"

Die "Seitenblicke Night Tour", die auch 2003 wieder im Dienste von
"Licht ins Dunkel" steht, ist mittlerweile zu einem fixen Bestandteil
des vorweihnachtlichen Gesellschaftslebens geworden: Von In-Lokalen
und Galerien bis hin zu Privatpersonen werden Charity-Events im
Zeichen der Hilfsaktion organisiert. Im vergangenen Jahr wurden bei
der "Night Tour" rund 92.000 Euro gesammelt. Eine Zusammenfassung der
"Seitenblicke Night Tour" für "Licht ins Dunkel" gibt es in
"Seitenblicke spezial" am Donnerstag, dem 25. Dezember 2003, von
12.30 bis 13.00 Uhr in ORF 2 sowie die Abschlussversteigerung im
Februar 2004 mit anschließendem "Seitenblicke spezial".

OTS0096    2003-11-18/11:24

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