Ausgezeichnete Unternehmer dürfen sich über die "Goldene Waage" 2003 freuen

"Oscar des Handels" heuer für LGV Frischgemüse, Auer Brot und Mario Plachutta - Minister Bartenstein zu handelsrelevanten Themen wie EKZ, Ladenöffnungszeiten, Unternehmenssteuern

Wien (PWK 810) - "Zu besonderen Leistungen und zu Ihrer Vorbildwirkung" gratulierte Erich Lemler, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), heute, Montag, im Oktogon der Bank Austria-Creditanstalt den drei Preisträgern der "Goldenen Waage" 2003. Die Ausgezeichneten sind LGV Frischgemüse Wien, Auer Brot und die Plachutta GmbH.

Mit der 1977 ins Leben gerufenen "Goldenen Waage" - dem "Oscar des Handels" - werden in Kooperation mit der WKÖ und der Bank Austria-Creditanstalt herausragende unternehmerische Leistungen im Handel gewürdigt. Spiritus Rector des Preises ist der Herausgeber, Journalist und Präsident des MMM ("Moderne Markt Methoden")-Clubs, Georg Wailand. Gemeinsam mit Bundesminister Martin Bartenstein, BA-CA-Vorstandsmitglied Regina Prehofer, WKÖ-Generalsekretär Christian Domany und Handels-Obmann Lemler überreichte er drei goldene Waagen: Für die LGV Frischgemüse Wien nahm Vorstandsvorsitzender Karl Nehammer die Auszeichnung entgegen. Je ein weiterer "Oscar des Handels" ging an Auer Brot, ein Unternehmen aus Graz, sowie an den Wiener Gastronomen Mario Plachutta.

WKÖ-Generalsekretär Domany würdigte den Handel mit seinen rund 500.000 Beschäftigten und den rund 20.000 Lehrlingen als "Triebfeder": "Die Wirtschaftskammer Österreich mit ihren neun Landeskammer steht hinter dem Handel, damit es der wichtigen wirtschaftlichen Kraft des Landes gut geht - dann geht es auch den Menschen gut."

Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein lobte den heimischen Handel, und zwar sowohl als Arbeitgeber als auch als Lehrherr, wo die Ausbildung junger Menschen zu qualifizierten Verkäufern erfolgt. Als Motto und Zielsetzung formulierte Bartenstein "Aufsperren, erweitern, Jobs schaffen!" Im Bezug auf die seit 1. August zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, Geschäfte länger offen zu halten, hielt Bartenstein allerdings fest, "dass Untersuchungen ergeben haben, dass wir mit der Liberalisierung auf dem Stand von 1912 sind." Es gebe noch viel zu tun, aber er, Bartenstein, zeigte sich überzeugt:
"Niederösterreich wird mit gutem Beispiel voran gehen, Wien, Burgenland und andere werden folgen." "Der 1. Mai 2004 kommt", meinte er in Anspielung auf die Erweiterung der EU um 10 neue Mitgliedsländer.

Bartenstein bestärkte die Interessenvertretung des heimischen Handels in ihrem Engagement für die "Kleinen" im Handel: Ihm sei es "nicht recht", wenn sie unter die Räder kämen: "Die Großen können sich’s ja richten." Politik wie Interessenvertretung bekennen sich aber dazu, den Klein- und Mittelbetrieben zu helfen. Am besten könne das im Wege des Finanzausgleichs geschehen.

Im Zuge seiner Ausführungen zur Wirtschafts- und Finanzpolitik konstatierte der Minister, dass sich sowohl die heimische Wirtschaft wie auch der Mittelstand eine steuerliche Entlastung verdient habe. Zudem gehe der Trend bei Unternehmenssteuern eindeutig nach unten. "Nur wir in Österreich haben uns dem bis dato fast sündhaft entgegen gesetzt." Er werde sich aber dafür stark machen, dass beim KÖSt-(Körperschaftssteuer-)Satz "bereits mit 1.1.2005 ein Zweier vorne steht", so Bartenstein abschließend. (JR)

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