Bayr: Österreichische Bildungs-Entwicklungshilfe "beschämend"

Wien (SK) "Äußerst unerfreulich, wenn auch leider nicht überraschend", ist für die entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, Petra Bayr, der heute veröffentlichte Schulbericht der "Global Campaign for Education". Darin wird Österreichs Beitrag zur Beseitigung der Bildungsmisere in den Entwicklungsländern nur mit "mangelhaft" bewertet. Die Bedeutung von Bildung zur Beseitigung von Elend in den Entwicklungsländern könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, so Bayr am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Dass das die österreichische Regierung kalt lässt, sei "beschämend". ****

Bildung sei der Schlüssel zur Selbstbestimmung und zur Lösung vieler Probleme, unterstrich Bayr. So sei eine gute Bildung in den Entwicklungsländern ein entscheidender Faktor bei der Aids-Prävention oder auch zur Geburtenregelung. "Nur gebildete und aufgeklärten Frauen und Mädchen sind in der Lage, ihr Leben selbst zu bestimmen", so Bayr. Es sei klar, dass die Industrieländer zur Erreichung der Millennium Development Goals der UNO ihre finanziellen Anstrengungen deutlich steigern müssen. Bayr fordert Außenministerin Ferrero-Waldner auf, endlich einen Plan vorzulegen, wie es gelingen kann, Österreichs Entwicklungshilfe-Ausgaben bis 2006 auf 0,33 Prozent des BIP zu erhöhen. Österreich habe diese Erhöhung international zugesagt, diese Zusage müsse auch eingehalten werden. (Schluss) ml

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