Darabos: Statt Vorstandsmitglied doch nur Dauergast - Schüssel kann Grassers Aufnahme in VP nicht durchsetzen

"KHG hat imagemäßig so abgewirtschaftet, dass ihn keiner mehr will"

Wien (SK) Merkwürdig findet es SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos, dass die Kooptierung von Karl-Heinz Grasser in den ÖVP-Vorstand zeitgleich bestätigt und dementiert wird. Während ÖVP-General Lopatka eine Kooptierung KHGs in den VP-Vorstand ausschließe, bestätige die Sprecherin des Finanzministers die Kooptierung. "Offensichtlich hat Wolfgang Schüssel seinem verwaisten Finanzminister vorschnell etwas zugesagt, was in der ÖVP nicht mehr durchzusetzen ist", so Darabos am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Statt einem kooptierten Mitglied im Parteivorstand wird Grasser dort jetzt doch nur Dauergast - "offensichtlich eine neue Kategorie von Zugehörigkeit, die für den Problemfall KHG geschaffen werden musste", meinte Darabos. ****

Dem Vernehmen nach habe Schüssels Wunsch nach quasiamtlicher Aufnahme "seines gesinnungsmäßig sehr flexiblen Ziehsohnes Karl-Heinz Grasser" zu heftigen innerparteilichen Protesten geführt. "Der einstige Wahlkampfschlager hat imagemäßig längst so abgewirtschaftet, dass ihn keiner mehr will. Manche in der ÖVP denken sogar darüber nach, wie man den Skandalhelden so schnell wie möglich los werden kann", so Darabos. (Schluss) ml

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