Gradwohl: ÖsterreicherInnen wollen Bioprodukte!

Polemik der Bio-Obmänner kaum überbietbar

Wien (SK) Die Bereitschaft der österreichischen KonsumentInnen, Bioprodukte aus der heimischen Landwirtschaft zu kaufen, ist seit Jahren ungebrochen. "Die SPÖ hat seit vielen Jahren den Biobetrieb als Leitbetrieb ihrer Landwirtschaftspolitik festgeschrieben",. Die Polemik einzelner Bio-Obmänner in diesem Zusamenhang ist kaum überbietbar, betonte Montag SPÖ-Landwirtschaftssprecher Heinz Gradwohl gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. In einem offenen Brief an die Obmänner von ARGE Bio Landbau, BIO Ernte Austria und ÖIG dokumentiert Gradwohl neuerlich das Engagement der Sozialdemokraten. Nicht zuletzt Wien zeige als Vorreiter Flagge: In der Bundeshauptstadt werden Kinderkrippen, Tagesheime, Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Seniorenheime mit bis zu 50 Prozent Bioprodukten beliefert. Dies bedeutet jährlich einen Wert von mehr als elf Mio. Euro." "Dieses Beispiel sollte Schule machen und von den Obmännern als Ansporn für ähnliche Projekte in Österreich genommen werden", wünschte sich der SPÖ-Agrarsprecher.****

Die SPÖ steht auch in Zukunft zu ihrem uneingeschränkten Bekenntnis zum Biolandbau. "Eine Verdammung der konventionellen ProduzentInnen kann bei unseren Stellungnahmen allerdings auch bei krampfhafter Suche nicht gefunden werden", betonte Gradwohl.

Kritisch äußerte sich der SPÖ-Agrarsprecher erneut über die immer noch mangelhaften Kontrollen. Bereits Anfang 2001 habe ein damaliger leitender Mitarbeiter im Bundesverband Ernte kritisiert, dass das bestehende Kontrollsystem nicht ausreiche und dass ohne zusätzliche Systeme eine sichere Kennzeichnung der Produkte nicht möglich sei. Ebenso bekannt seien seit Jahren Unregelmäßigkeiten bei Kartoffeln, Fleisch und Zwiebeln. "Es ist ungeheuerlich, dass die Biobäuerinnen und Biobauern ebenso wie die Konsumentinnen und Konsumenten betrogen werden und die zuständigen Biobauernverbandsvertreter nichts dagegen unternehmen", so Gradwohl. Vor allem die Kontrolle der Verarbeitungsbetriebe und des Handels würden im Argen liegen. Auf der Strecke blieben Bäuerinnen und Bauern auf der einen und die KonsumentInnen auf der anderen Seite. "Ich fordere daher die Biobauernverbandsvertreter auf, dringend die Produktsicherheit für alle ÖsterreicherInnen zu gewährleisten und den guten Ruf der Bioproduzenten Österreichs nicht zu zerstören", schloss Gradwohl. (Schluss) cs/mm

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