Rasinger: Gesundheit darf nicht zur Armutsfalle werden

Gesundheitswesen ist die ethische Herausforderung der Gesellschaft für die Zukunft

Wien, 17. November 2003 (ÖVP-PK) Es sei Solidarität zwischen jung und alt, zwischen reich und arm bzw. zwischen krank und gesund gefragt, sagte heute, Montag, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg.z.NR Dr. Erwin Rasinger bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖVP-Generalsekretär Abg.z.NR Dr. Reinhold Lopatka. "Jeder Österreicher muss unabhängig von Alter und Einkommen Zugang zum Gesundheitswesen haben, Gesundheit darf keine Armutsfalle werden und die ÖVP will keine Einführung der 2-Klassen Medizin", so Rasinger. Dies sei angesichts der Tatsache, dass 20 Prozent der Patienten 80 Prozent der Leistungen in Anspruch nehmen, umso wichtiger. ****

Wenn man über die Probleme des Gesundheitswesens rede, müsse man in erster Linie die Analyse machen, was gut und was schlecht sei, so der Gesundheitssprecher. Das österreichische Gesundheitswesen liege im internationalen Ranking sehr gut. "In der WHO-Liste liegen wir auf Platz neun, in der EU-Zufriedenheit sind wir auf Platz zwei hinter Finnland und Österreich hat ein extrem gutes Notfallsystem mit Notfallhubschraubern, das weltweit einzigartig ist." Zudem gehöre Österreich zur Weltspitze in der Brustkrebsbehandlung und in der Überlebenszeit nach Krebsbehandlungen, meinte Rasinger.

Allerdings sei Österreich schwach darin, dass "wir Weltmeister im Spitalliegen sind", so Rasinger. Jeder vierte Österreicher liege einmal pro Jahr im Spital, davon etwa 2,2 Millionen Österreicher pro Jahr in Akutspitälern, was mit einer fehlenden Struktur außerhalb der Spitäler, mit einem Überangebot und mit einer sehr guten Versorgung zu tun habe.

Es sei dem persönlichen Engagement des Bundeskanzlers zu verdanken, dass das Thema Gesundheit zu einem Schwerpunkt der Regierung gemacht wurde. Angefangen habe es mit dem Gesundheitsdialog in der Hofburg, bei dem alle "Player" ihre Sorgen, Ängste, Anregungen und Wünsche äußern konnten. Weitergegangen sei es mit der Gesundheitskonferenz und nun werde in 15 Arbeitskreisen zu Themen wie Gesundheitsagentur, Schnittstellenproblematik, Hausarzt neu und zu vielen weiteren Bereichen weitergearbeitet.

Aufholbedarf gebe es bei den Vorsorgeuntersuchungen, bei denen ein großen Ost-West-Gefälle erkennbar sei. "Ziel der Regierung ist es, eine Verdoppelung der Vorsorgeuntersuchungen von derzeit 750.000 auf 1,5 Millionen zu erreichen", so Rasinger.

In der Gesundheitsversorgung gebe es weltweit Probleme, da die Gesundheitswesen immer besser würden, die Überalterung der Bevölkerung rund ein Prozent Kostensteigerung pro Jahr ausmache und die Bürokratie in den Systemen zunehme.

Hauptziel der Bundesregierung sei es, unter die besten drei Länder Europas oder der Welt zu kommen. Zudem die höchste Qualität zu sichern, da "jeder Fehler im Gesundheitswesen eine Katastrophe für den Patienten ist". Deshalb werde die Regierung ein sehr scharfes Qualitätssicherungssystem vorerst gesetzlich für die Ärzte durchsetzen. Man werde sich beim Wort nehmen lassen und eine umfassende Gesundheitsversorgung für alle gewährleisten, so der Gesundheitssprecher abschließend.

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