Brauner: Einigung auf erweiterte Ladenöffnungszeiten in Wien

"Unternehmen stärken, ArbeitnehmerInnen schützen" - bewährter Wiener Weg macht's möglich

Wien (OTS) - "Eine optimale Lösung im Interesse Wiens", zeigte
sich Wiens Stadträtin Mag. Renate Brauner heute, Montag, erfreut über das "ausgezeichnete Ergebnis der intensiven Verhandlungen" der Stadt Wien mit den Sozialpartnern (Wirtschaftskammer, Gewerkschaft der Privatangestellten und Arbeiterkammer Wien) bezüglich der erweiterten Ladenöffnungszeiten. Dabei wurde eine unbefristete Regelung der Wiener Öffnungszeiten erzielt. Darüber hinaus ist es ab nun für UnternehmerInnen möglich, die Geschäfte unter der Woche an einem zweiten Abend und am Samstag bis 18.00 Uhr offen zu halten.

"Gemeinsam haben wir somit eine Regelung gefunden, die einerseits die Unternehmen stärkt und andererseits auch die ArbeitnehmerInnen schützt. Mit unserem bewährtem Wiener Weg des Miteinanders haben wir für den Wirtschaftsstandort Wien eine klare Verbesserung erreicht. Wichtig war und ist uns aber vor allem auch, dass durch die Einhaltung des Kollektivvertrages die Rechte der ArbeitnehmerInnen gewährt bleiben", legte Brauner die Grundsätze der Einigung dar.****

Die Einigung im Detail:

Zusätzlich zu den seit 1. August 2003 geltenden Öffnungszeiten wird ein zweiter langer Einkaufsabend freier Wahl bis 21.00 Uhr ermöglicht. Damit soll die Attraktivität der Wiener Einkaufsstraßen und deren Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Durch diesen Schritt werden unerwünschte Kaufkraftabflüsse in das Wiener Umland und Nachteile für die Wiener HändlerInnen und Arbeitsplätze vermieden.

Für die ArbeitnehmerInnen im Wiener Handel wurden bei den letzten Kollektivvertragsverhandlungen die Zuschläge an die geänderte Situation angepasst: Die Zeitgutschriften gelten an Samstagen bis 18.00 Uhr und an den langen Abenden auch für Abschlussarbeiten nach 21:00 Uhr. Probleme bei Verkehrsverbindungen oder Betreuungspflichten sind bei der Arbeitszeiteinteilung zu berücksichtigen. Das Gleiche gilt für die Einhaltung der gesetzlichen Ruhezeiten.

Stadt Wien kontrolliert gewerbe- und arbeitszeitrechtliche Bestimmung

Die Gewerbebehörde wird in Zusammenarbeit mit dem Marktamt und dem Arbeitsinspektorat verstärkt die Einhaltung der gewerbe- und arbeitszeitrechtlichen Bestimmungen kontrollieren.

Die Sozialpartner werden ihre Mitglieder verstärkt über die rechtlichen Rahmenbedingungen informieren. Unternehmerinnen erhalten unter der Telefonnummer 514 50 DW 1550 bei der Wirtschaftskammer Wien Informationen zu den neuen Regelungen. ArbeitnehmerInnen erhalten unter der GPA-Hotline 313 08 DW 504, sowie unter der Nummer 501 65 DW 201 bei der AK-Wien rechtliche Hilfe und Beratung.

Zur weiteren Verbesserung der Rahmenbedingungen wird unter Leitung der Stadt Wien eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich vor allem mit der Entwicklung bedarfsgerechter Angebote im Bereich öffentlicher Verkehr, Kinderbetreuung und Sicherheit für Handelsbetriebe beschäftigen wird. Es ist beabsichtigt im Jahre 2004 mit der Umsetzung erster, konkreter Vorhaben zu beginnen. Weiters werden die Auswirkungen der geänderten Öffnungszeiten auf die Einkaufsbedürfnisse und die Beschäftigung vor dem Hintergrund des Wiener Umfeldes evaluiert.

Alle Beteiligten hoben das konstruktive Gesprächsklima hervor, das diese Lösung ermöglichte. Mit der Neugestaltung der Öffnungszeiten hat Wien ein Vorzeigemodell geschaffen, wie unter Einbeziehung aller Interessenvertretungen eine qualitative und sozial ausgewogene Weiterentwicklung für UnternehmerInnen, ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen im Wiener Handel geschaffen werden konnte. (Schluss) sl

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