10 Jahre Greenfreeze-Technik: Schon 100 Millionen Stück verkauft

Morgen startet Produktion in Südamerika

Wien (OTS) - Nach zehn Jahren weltweiten Erfolges wird der von Greenpeace ursprünglich in Deutschland durchgesetzte umweltschonende Kühlschrank "Greenfreeze" in seinem Jubiläumsjahr nun auch in Südamerika hergestellt. Morgen wird die Produktionsnummer "1" des ersten südamerikanischen Greenfreeze die Bänder der Kühlschrankfabrik Autosal bei Buenos Aires verlassen. "Wir freuen uns über den sensationellen Erfolg des Greenfreeze, den hatten wir damals nicht erwartet", sagt Wolfgang Lohbeck von Greenpeace, der den Kühlschrank in Deutschland auf den Weg brachte. "Die Industrie wollte nicht die beste, sondern die bequemste Lösung. Unser Erfolg beweist, dass wir überzeugende Ideen trotzdem durchsetzen können."

Österreich hat als eines der ersten Länder weltweit den Greenfreeze gesetzlich vorgeschrieben. Ab 2008 werden H-FKW in der Kältetechnik verboten sein. Dieses Verbot wurde auch deswegen notwendig, weil seit ein paar Jahren durch den starken Preiskampf bei den großen Elektromärkten wieder viele Klimakiller-Geräte nach Österreich importiert werden. "Konsumenten sollten beim Kühlgerätekauf auf das Typenschild achten. Steht dort kleingeschrieben 'R134a', dann Finger weg von diesen Geräten! Denn diese Abkürzung steht für Klimakiller", rät Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster. "Die Bezeichnung 'R 600a’ hingegen steht für die Greenfreeze-Technologie. Wem der Schutz des Weltklimas nicht egal ist, sollte unbedingt zu einem 'Greenfreeze’ greifen."

1993 brachte Greenpeace mit dem damaligen Hersteller dkk Scharfenstein, später Foron, aus Sachsen den weltweit ersten Kühlschrank auf den deutschen Markt, der ohne gefährliche FCKW- und FKW-Chemikalien auskam. FCKW zerstört die Ozonschicht. Beide Chemikalien sind extrem schädlich für das Klima. Nachdem die Kühlgeräteindustrie in Deutschland die fortschrittliche Technik anfangs bekämpfte, haben sie die führenden Hersteller in Europa, Asien und Australien inzwischen übernommen.

Der Greenfreeze aus Buenos Aires ist die Nummer 1 in Südamerika, aber in etwa die Nummer 100 000 001 der Welt. Bis heute haben die weltweit hergestellten hundert Millionen Kühlschränke mit Greenfreeze-Technologie dem Klima Treibhausgase erspart, die der Wirkung von 400 Millionen Tonnen Kohlendioxid entsprechen, dem halben Kohlendioxid-Ausstoß Deutschlands. Statt mit künstlichen und schädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) und den später verwendeten Fluorkohlenwasserstoffen (FKW) kühlt der Greenfreeze mit natürlichen Stoffen: Als Kältemittel dienen Propan und Butan, für die Isolierschäumung wird Pentan eingesetzt. Greenfreeze ist nicht nur umweltschonend, sondern den FKW auch technisch überlegen.

In Europa haben die Greenfreeze-Haushaltsgeräte 60 Prozent des Marktes erobert. Der letzte erbitterte Gegner sind die USA, da die dort ansässige Industrie FKW nicht aufgeben will. Sie setzen sich vehement dafür ein, die Verbreitung der Technik aufzuhalten. Der Klimakiller FKW wird zudem in anderen Bereichen massenhaft eingesetzt, etwa in Klimaanlagen für Autos oder in Kühlgeräten für Supermärkte, und von einer aggressiven Lobby verteidigt. Greenpeace tritt daher für ein Verbot von FKW und H-FKW in der EU ein.

Greenpeace hat eine Kühlgeräte-Marktübersicht erstellt. Sie ist im Internet erhältlich unter:
http://www.greenpeace.at/umweltwissen/chemie/fckw_fkw_ckw/index.htm
oder telefonisch unter 01/5454580.

Rückfragen & Kontakt:

Michael Hopf, Pressestelle/Greenpeace Deutschland, tel. 0049-171-8780-835.
MMag. Franko Petri, Pressesprecher Greenpeace Österreich, tel. 01-5454580 oder 0676-5147246
Wolfgang Lohbeck, Greenpeace Deutschland, tel.0049-171-8780-823
DI Herwig Schuster, Greenpeace Mittel-Osteuropa/Wien, tel. 0664-4319214

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