Fischer neuerlich zum Volkshochschulpräsidenten gewählt

Wien (SK) Am Wochenende wurde der II. Nationalratspräsident Heinz Fischer neuerlich einstimmig zum Präsidenten des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen (VÖV) gewählt. In einer Rede stellte der VÖV-Präsident fest, dass "Mehr privat, weniger Staat" ein flotter Buchtitel war, in dem sich eine Tendenz ausdrückt, die grundlegende Fragen aufwirft: "Wie viel Staat ist weniger Staat?". Wie weit soll die Privatisierung im Bildungsbereich reichen? In welchem Umfang fühlt sich die öffentliche Hand für die Erwachsenenbildung verantwortlich?". ****

Politik heiße Prioritäten setzen, so Fischer weiter. Wenn aber die Bundesmittel für die gesamte gemeinnützige Erwachsenenbildung derzeit 0,11 Prozent des Bildungsbudgets ausmachen und 2003 um insgesamt 25 Prozent gekürzt wurden, seien keine Prioritäten zu erkennen. "Dabei zeigt ein Blick nach Europa, dass gerade jene Länder, die mit den sozialen und wirtschaftlichen Problemen am Beginn des 21. Jahrhunderts am besten fertig werden, bei ihren politischen Entscheidungen Prioritäten für Forschung, Bildung und insbesondere auch Erwachsenenbildung setzten", so Fischer.

Als erste "Amtshandlung" überreichte der neu gewählte VÖV-Präsident den mit 2.200 Euro dotierten Ludo-Hartmann-Preis des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen für wissenschaftliche Studien und praxisrelevante Arbeiten zur Volkshochschule für das richtungsweisende Projekt der Volkshochschule Hietzing im Geriatriezentrum am Wienerwald "Jungbrunnen - Bildung & Kultur" an die beiden Künstlerinnen Brigitte Gadnik-Jiskra und Helga Schörg. Mit dem Projekt wird eine stark vernachlässigte, "schwierige" und in Zukunft an Bedeutung gewinnende Zielgruppe mit aktivierenden künstlerischen Maßnahmen angesprochen: Patient/innen einer geriatrischen Anstalt.

Die Ludo-Hartmann-Förderungspreise gingen für das Pilotprojekt "Geschlechtergerechte Erwachsenenbildungspädagogik" der Volkshochschule Simmering an Mag. Elisabeth Mayerhofer und Mag. Walter Schuster. Diesen Preis erhielt ebenso der Leiter der Volkshochschule Leoben, Mag. Hans Jürgen Rabko, für die Leitung des zukunftsweisenden historischen Projektes "Glanzkohlenbergbau Leoben-Seegraben", bei dem in Form einer Geschichtswerkstätte Laien mit HistorikerInnen regionale Geschichte aufgearbeitet und eine Publikation dazu herausgebracht haben. (Schluss) se/mm

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