Hagenhofer: Überbetriebliche Pensionskassen wirtschaften schlecht

Staatliche Pension unverzichtbar

Wien (SK) Die schlechte finanzielle Gebarung der sieben überbetrieblichen Pensionskassen wird möglicherweise nur drei von ihnen überleben lassen. Dies stellte kürzlich das Beratungsunternehmen Mercer Consulting in einer Studie fest. Mangelhafte Flexibilität in Bezug auf die Aktienmarktentwicklung und viel zu wenig Eigenkapital - das sind zwei der Hauptkritikpunkte der Studie an der Führung der Kassen. Pensionskürzungen bis zu 25 Prozent seien bereits die Folge dieser Misswirtschaft. Auch die Informationspolitik gegenüber Arbeitgebern und Anwartschaftberechtigten lasse zu wünschen übrig. Die Kritik an der kapitalmarktabhängigen Pensionvorsorge wurde damit nun auch von einem unabhängigen privaten Beratungsunternehmen bestätigt. "Die überbetrieblichen Pensionskassen müssen sicherer werden", forderte nun SPÖ-Abgeordnete Marianne Hagenhofer. ****

"Die schlechte finanzielle Gebarung der Pensionskassen geht zu Lasten der Anwartschaft- und Leistungsberechtigten. Wenn mit deren Geld so schlecht gewirtschaftet wird, verlieren sie zu Recht das Vertrauen in die Sicherheit dieser Art der Vorsorge. Die Kassen müssten gesetzlich zur Einhaltung höchster Sicherheitsmaßnahmen verpflichtet sowie verstärkten Kontrollen unterzogen werden, damit jene, um deren Geld es geht, abgesichert sind", fordert Hagenhofer am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Hagenhofer verweist in diesem Zusammenhang auf Initiativen der SPÖ, die eine verstärkte Absicherung von Kunden der Zukunftsvorsorge zum Ziel haben, zum Beispiel durch bessere Information.

Die negative Entwicklung bei der privaten Pensionsvorsorge unterstreiche auch die Bedeutung der staatlichen Pensionsversicherung. "Auch wenn die Bundesregierung Pensionskürzungen und Verschlechterungen beschließt, bleibt die staatliche Pensionsversicherung das zentrale Element der Altersvorsorge. Jedes Abgehen vom Umlageverfahren hin zu einer privaten Form muss daher entschieden abgewehrt werden", so Hagenhofer abschließend. (Schluss) ml/mm

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