Lichtenberger: Keine vernünftige Lösung für ÖBB in Sicht

Zerstückelung der ÖBB schafft weitere Posten für FPÖ-Freunde

OTS (Wien) "Die Pläne zur Zerstückelung der ÖBB sind entgegen jedweder Logik und entgegen der Kritik des Rechnungshofes weiterhin aufrecht. In der Auseinandersetzung rund um das Dienstrecht liegt keine brauchbare Lösung vor, es handelt sich bestenfalls um eine Atempause", reagiert die Verkehrssprecherin der Grünen, Eva Lichtenberger, zusammenfassend auf die Aussagen von BM Gorbach in der heutigen TV-Pressestunde.

Lichtenberger kritisiert, dass Gorbach an den Regierungsplänen zur ÖBB-Struktur fest halten wolle. "Die ÖBB werden sich noch mehr als bisher im internationalen Wettbewerb beweisen müssen. Es ist mehr als unlogisch, einem Unternehmen in dieser Situation eine aufgeblasene Führungsstruktur auf zu oktruieren, bei den MitarbeiterInnen jedoch kräftig einzusparen", führt Lichtenberger aus, und weiter: "Unsere bisherigen Erfahrungen lehren uns, dass es sich dabei in erster Linie um die Schaffung von gut dotierten Versorgungsposten für Parteifreunde aus dem Umfeld der FPÖ handelt."

Als weiteren wichtigen Kritikpunkt führt Lichtenberger an, dass Gorbach jegliches Engagement zur Stärkung der Bahn vermissen lasse:
"Im Gegenteil, in Interviews hat Gorbach das Jahr 2004 zum Jahr des Strassenbaus erklärt. Die dringend notwendige Schieneninfrastruktur ist ihm keinen Cent wert, wie ein Blick auf die Budgetpläne beweist", ergänzt Lichtenberger, und abschließend: "Es sind noch ca. zwei Monate bis zum Jahreswechsel. Das Jahr des Strassenbaus kann noch in das Jahr der Schiene umgewandelt werden."

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