Rosenmaier: Einkommensschere in Niederösterreich klafft weit auseinander

Einkommensentwicklung der letzten Jahre ist besorgniserregend

St. Pölten (SPI) - Die Einkommensentwicklung in Niederösterreich in den letzten Jahren ist besorgniserregend, da mehrere Faktoren zusammentreffen. Zum Einen klafft die Schere zwischen den bestverdienenden und schlechtestverdienenden ArbeitnehmerInnen immer weiter auseinander, zum Anderen ist das reale Nettoeinkommen gesunken. Auf den ersten Blick ist das Medianeinkommen in Niederösterreich um 35 Euro auf 1.574 Euro angestiegen. Allerdings wurden nicht nur diese 35 Euro von Steuern und Inflation aufgefressen, das Netto-Realeinkommen sank sogar um 0,1%. Das bedeutet, dass das Realeinkommen bereits das 2. Jahr in Folge gesunken ist. "Niederösterreich rangiert im österreichweiten Vergleich auf dem unrühmlichen 6. Platz. Die alarmierende Einkommensentwicklung in Verbindung mit den katastrophalen Arbeitslosenzahlen zeigt, dass dringend Maßnahmen erforderlich sind. Schönreden hilft hier leider keinem", so der SP NÖ Landtagsabgeordnete Alfredo Rosenmaier.****

Geeignete Maßnahmen wären eine Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen, mehr Mittel für eine aktive Arbeitsmarktpolitik sowie eine Intensivierung der Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. " Auch eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die Schaffung von Betreuungsplätzen und Ganztagsschulen wäre dringend gefordert. Die aktuellsten Zahlen belegen es: Frauen verdienen in Niederösterreich 34,1% weniger als Männer. Auch wenn man die Einkommensentwicklung nach dem Alter betrachtet, sieht man einen deutlichen Einbruch der Fraueneinkommen durch die Kindererziehung, während die Männereinkommen mit dem Alter ständig anwachsen. Es kann doch nicht wirklich als Erfolg verkauft werden, wenn das Medianeinkommen weiblicher Arbeiter in Niederösterreich bei 1.015 Euro brutto liegt! Die Verantwortung für diese dramatischen Zahlen trägt die Regierung, die mit ihrer Wirtschaftspolitik die ArbeitnehmerInnen benachteiligt. Österreichs ArbeitnehmerInnen sind in punkto Produktivität an der internationalen Spitze, die steigende Produktivität geht aber nicht an Einkommenszuwächse für die Beschäftigten, sondern nur in die Erhöhung der Profite", so Rosenmaier abschließend.
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