Kuntzl: SPÖ für Jugendwahlrecht ab 16 und gegen Bevormundung

Wien (SK) Statt einen sinnvollen Schritt für die jungen
Menschen des Landes zu tun, werde ein nebuloser Antrag, der nichts zum Positiven ändern werde, eingebracht, so SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl am Donnerstag zum Antrag "Fair Play" für die österreichische Jugend von ÖVP und FPÖ im Nationalrat. Ein zweiter Antrag zum "Wahlrecht schon für 16-Jährige" werde leider von der ÖVP, mit der Begründung, die Jugendlichen hätten kein Interesse daran, abgelehnt, so Kuntzl weiter. Dieser Einschätzung gegenüber würden aber die Ergebnisse aus dem Burgenland und der Steiermark stehen, wo sich ein überdurchschnittliches Interesse der Jugendlichen gezeigt habe. "In Graz gab es eine Wahlbeteiligung der 16- bis 18-Jährigen von 75 bis 80 Prozent, im Burgenland sogar von 80 bis 97 Prozent", führte Kuntzl aus. ****

Man brauche sich also nur ansehen, wie sich die Jungen verhalten würden und nicht vorurteilend entscheiden, forderte die SPÖ-Familiensprecherin. Dem "sinnvollen Schritt" des Jugendwahlrechts, der in Wien, der Steiermark, Kärnten und dem Burgenland bereits gemacht wurde, stehe die herumgeisternde Idee des Familienwahlrechts der ÖVP gegenüber. Vielleicht wolle man das Familienoberhaupt, dass dann die Stimme für die ganze Familie abgebe, wieder einführen, kritisierte Kuntzl. Die Errungenschaft "One man one vote", die Schluss mit der Bevormundung gemacht habe, sei das Prinzip unseres modernen Wahlrechts. Sie sei für eine tatsächliche Mitbestimmung der Jugendlichen und nicht für eine Bevormundung, hielt Kuntzl abschließend fest. (Schluss) js

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