Weninger: NÖ braucht eine starke Bahn

Appell an Pröll: Verhandeln statt zündeln

"Versuche die Mitarbeiter der Bahn gegen deren Kunden auszuspielen und das Streikrecht in Frage zu stellen ist demokratiepolitische Brandstifterei. Nicht der Streik ist das Problem, sondern die Gesprächsverweigerung der Bundesregierung. In Wirklichkeit sitzen ÖBBler und Kunden in einem gemeinsam Zug, den die Bundesregierung mutwillig zum Entgleisen bringen will ", betont SPÖ-Klubobmann LAbg. Hannes Weninger. "Was heute mit den Eisenbahnern passiert, kann morgen jede andere Berufsgruppe in unserem Land treffen", warnt Weninger vor einer weiteren Eskalation.

"Gerade in Niederösterreich sind tausende SchülerInnen und PendlerInnen auf Bahn und Bus angewiesen. Dass viele Linien absolut notwendig aber nie kostendeckend oder gar gewinnbringend zu führen sind, ist leicht nachvollziehbar. Den Eisenbahner dies anzulasten, ihnen die gewünschten Ermäßigungen für Jahreskarten, Schülerfreifahrten und Seniorenermäßigungen umzuhängen, ihnen die Investitionen in Schienenausbau und Waggonmaterial aufzurechnen und eine ganze Berufsgruppe zu verunglimpfen ist einmalig in der Geschichte der 2. Republik", so Weninger.

"Die ÖsterreicherInnen wollen eine moderne, leistungsfähige und international konkurrenzfähige ÖBB, die die Bedürfnisse der Fahrgäste und der Wirtschaft optimal abdeckt. Wenn der Versuch der Bundesregierung die ÖBB zu zerstückeln und die gewinnbringenden Sparten an ausländische Interessenten zu verkaufen aufgeht, ist mittelfristig der gesellschaftliche Auftrag nicht mehr zu erfüllen", so Weninger.

"Dass sich jetzt auch LH Pröll zu den politischen Hardlinern der Bundesregierung gesellt schmerzt. Da dürfte wieder einmal die Parteidisziplin mit ihm durchgegangen sein", kritisiert Weninger den Aufruf Prölls zur Sammelklage gegen die ÖBB.

"Statt weiter Öl ins Feuer zu gießen, sollten sich alle Betroffenen zum Dialog bereit erklären und ohne Dogmen ein österreichisches Bahnkonzept erarbeiten, dass den Erfordernissen der Fahrgäste, der Wirtschaft und der Umwelt gerecht wird", appelliert Weninger. (Schluss) lk/alu/wh

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