Serles - U-Kommission: Befragung von Staudinger als Deja-vu-Erlebnis

Wien, 2003-11-13 (fpd) – Ein Deja-vu-Erlebnis eigener Art hatte heute der freiheitliche Gemeinderat Dr. Wilfried Serles bei der Befragung der Generaloberin im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV), Charlotte Staudinger, im Rahmen der Sitzung der gemeinderätlichen Untersuchungskommission zum Wiener Pflegeheimskandal. Staudinger hat die immer wiederkehrenden schockierenden Vorfälle im Pflegeheim Lainz mit gleicher unzureichender Argumentation als wenige Einzelfälle heruntergespielt wie schon im Jahr 1995. Schon damals haben erschreckende Missstände in den Pflegeheimen Liesing und St. Andrä an der Traisen die Öffentlichkeit erschüttert. ****

Serles wies darauf hin, dass Charlotte Staudinger, die jetzt im KAV für strategische Geschäftsfelder verantwortlich ist, damals wie heute kein Wort über institutionelle Mängel im Pflegebereich verloren habe. „Bei der Generaloberin ist eine erschreckende Systemblindheit festzustellen, reformorientierte Ansätze sind nicht zu erwarten. Dadurch drohen weitere Missstände in den Wiener Pflegeheimen“, betonte Serles.

Als weiteres Deja-vu-Erlebnis bezeichnete Serles die Rückkehr der notorisch erfolglosen Vorgängerin Pelikans, Renate Keihsler, als Pflegedirektorin nach Lainz, obwohl ihr seitens der Mitarbeiter ein verheerendes Zeugnis ausgestellt wurde. Immerhin wurde bei einer Mitarbeiterbefragung im Jahr 2001 die Führung des Hauses als „mittlere Katastrophe“ bezeichnet. „Es ist bezeichnend für die konzeptlose Personalpolitik, dass KAV-Generaldirektor Hauke nichts anderes einfällt“, so Serles abschließend. (Schluss) lb

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