Haubner: Männer zwischen Beruf und Familie

Das BMSG setzt Initiativen für den "Mann in der Familie"

Wien (BMSG/OTS) - Anlässlich der heutigen Veranstaltung "Working father - Männer zwischen Beruf und Familie" an der Universität Wien, hob Staatssekretärin Ursula Haubner die Absicht dieser Veranstaltung, Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufzuzeigen, hervor. "Denn die bessere Vereinbarkeit zählt zu den wichtigsten gesellschaftspolitischen Herausforderungen einer zukunftsorientierten Familien- und Sozialpolitik".

Mehr Väter in die Familie

Die Aktualität der "Vaterschaft" habe die vom BMSG initiierte Studie zum Thema "Vaterentbehrung" deutlich gemacht. Diese zeige, dass Väter eine spezifische Rolle in der Erziehung der Kinder spielen, weil sich die Abwesenheit des Vaters meist negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirke. "Es kann daher nur Ziel einer vernünftigen Familienpolitik sein, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, die diesen Fehlentwicklungen entgegenwirkt und den Vätern die Chance gibt, einen weiteren Schritt in die Familie zu tun", betonte die Staatssekretärin.

Männer sind Berufsmänner - aber Kinder sind eine Bereicherung

Im Rahmen dieser gesellschaftlichen Herausforderung wurde, ebenfalls im Auftrag des BMSG, eine kürzlich erschienene Studie von Dr. Paul Zulehner "Mannsbilder - Ein Jahrzehnt Männerentwicklung", erstellt. In dieser, europaweit ersten Langzeituntersuchung, wurde messbar festgehalten, dass selbst in einem solchen relativ kurzen Zeitraum eine starke Veränderung von traditionellen zu modernen Rollenvorstellungen stattgefunden hat. Trotzdem steht in der Gewichtung männlicher Lebenswelten die Erwerbsarbeit noch immer an erster Stelle. Vor der Zeit für die Ehefrau oder Lebenspartnerin, Freunde und Kinder. "Zu den sehr positiven Seiten der Studie zählt, dass immerhin 77 % der Männer äußerten, Kinder stellen eine Bereicherung für ihr Leben dar", hob Haubner hervor.

Initiativen für Vereinbarkeit aus dem Blickwinkel des Mannes

Die Staatssekretärin betonte, dass es ein Anliegen ihrer Politik sei, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch aus dem Blickwinkel des Mannes zu fördern. Dazu werde im nächsten Jahr eine Kampagne zur Bewusstseinsbildung gestartet und weitere Männerberatungsstellen eingerichtet. Auch werden sogenannte "Besuch-Cafes" gefördert, mit denen die Möglichkeit für ein neues Miteinander von geschiedenen Ehepartnern und ihren Kindern geschaffen werden soll. "Die steigende Zahl der Personen, die dieses Angebot nutzt, bestätigt uns, dass wir mit unserer Familien- und Sozialpolitik auf dem richtigen Weg sind", schloss Haubner. (Schluss) bxf

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BMSG - Staatssekretariat Ursula Haubner
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