Trauer um Opfer der Shoa durch antisemitische Extremisten gestört - das offizielle Österreich schweigt!

Keine Reaktion vom offiziellen Österreich

Wien (OTS) - Vier Tage nach Bekanntwerden der Störaktionen durch antisemitische Extremisten bei einer Gedenkveranstaltung zum Novemberpogrom in der Zirkusgasse/Schmelzgasse schweigt das offizielle Österreich. Kein Mitglied der Bundesregierung oder Vertreter des restlichen offiziellen Österreich verurteilte bis dato diesen antisemtischen Angriff. Von einer konkreten Maßnahme oder Handlung ganz zu schweigen.
"Gerade 65 Jahre nach dem verheerenden Novemberpogrom, muss aufgeschrieen werden wenn ein Gedenken an diese Nacht wieder zerstört werden soll." zeigt sich Mag. Rafael Schwarz empört.
Die Israelitische Kultusgemeinde verurteilt die Attacke aufs Schärfste. Der Angriff auf trauernde Bürger ist ein klarer Ausdruck von radikalem Antisemitismus. Eine nazistische Tendenz durch die damit einhergehende Verharmlosung der Nazi-Verbrechen ist nicht auszuschließen.
Auf den Tag genau, 65 Jahre nach der Zerstörung von Synagogen und jüdischen Wohnungen, der Ermordung von österreichischen Bürgern und dem Beginn einer systematischen Vernichtung und Vertreibung des österreichischen Judentums, wird erneut das jüdisches Leben in Österreich massiv eingeschränkt. Schwarz führt aus:"Wenn in Österreich dieser Verbrechen nicht mehr gedacht werden kann, wenn die Existenz des Staates Israel, der auch Zufluchstsort der vertriebenen Österreicher gewesen ist, in Frage gestellt wird, wenn wieder, wie in den vergangenen Monaten geschehen, orthodoxe Juden auf den Straßen Wiens verprügelt werden, kann von einem normalen jüdischen Leben nicht mehr die Rede sein." "Diese und jede andere Form von Antisemitismus und Menschenhass muss aufs Schärfste verurteilt und bekämpft werden."

Mag. Rafael Schwarz
Kultusvorsteher
Israelitische Kultusgemeinde Wien

Rückfragehinweis: Mag. Rafael Schwarz Kultusvorsteher Israelitische Kultusgemeinde Wien

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