GMT und ANG: Solidaritätsaktion für streikende EisenbahnerInnen

GMT-Vorsitzender Nürnberger und designierter ANG-Vorsitzender Wimmer übergaben 5.000 Krapfen

Wien (OTS) - 5.000 Stück Krapfen übergaben heute der Vorsitzende der Gewerkschaft Metall - Textil, Rudolf Nürnberger, und der designierte Vorsitzende der Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuss, NRAbg. Rainer Wimmer, an die streikende Eisenbahnerbelegschaft als Zeichen ihrer Solidarität.

"Die Kolleginnen und Kollegen bei der Eisenbahn verdienen unsere volle Unterstützung und unsere Solidarität", so Rudolf Nürnberger im Zuge der Aktion am Wiener Westbahnhof. "Die ungerechten und unsozialen Pläne der Regierung können nicht ohne weiteres hingenommen werden."

Der Eingriff in Einzeldienstverträge und Kollektivverträge per Gesetz könnte - wenn dagegen nichts unternommen wird - bald viel mehr Menschen betreffen als nur die EisenbahnerInnen. "Daher geht es bei den Streikmaßnahmen der Gewerkschaft der Eisenbahner nicht nur um die ArbeiterInnen und Angestellten der ÖBB, sondern um die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung. Damit müssen alle ArbeitnehmerInnen politische Eingriffe in ihre Löhne, Gehälter und sozialen Rechte befürchten", warnt Nürnberger weiter.

Die Zerschlagung der ÖBB ist für die Bundesregierung nur ein weiteres Kapitel in der ständig vorangetriebenen Neoliberalisierungsoffensive. Negative internationale Beispiele wie die Liberalisierung der Bahn in Großbritannien, die 60 Todesopfer forderte und kürzlich wieder zurückgenommen wurde, scheinen das Vorhaben für die Bundesregierung nicht erschüttern zu können. Auch scharfe Kritik von ExpertInnen an der Reform werden nicht anerkannt. "Hier wird stur an einem Weg festgehalten, auch wenn alles darauf hindeutet, dass es keine Verbesserungen bringt, sondern Verschlechterungen, sowohl für die Bediensteten als auch für die KundInnen", meint der designierte Vorsitzende der ANG, Rainer Wimmer.

Auch OMV-BetriebsrätInnen und GMT-Landesleitung NÖ solidarisieren sich

In einer weiteren Solidaritätsaktion wurden die streikenden EisenbahnerInnen von ZentralbetriebsrätInnen und BetriebsrätInnen der OMV und der Landesleitung der Gewerkschaft Metall -Textil Niederösterreich am Wiener Südbahnhof unterstützt. Unter dem Motto "Heute ihr, morgen wir" wurden symbolisch rund 1.500 Unterschriften gegen die Zerschlagung der Bahn, die unter der Belegschaft der OMV gesammelt wurden, übergeben. "Wir sind alle gefordert, uns zu wehren. Eine widerspruchslose Hinnahme der Zerschlagung hat Folgewirkungen auf alle Beschäftigten in Österreich," so Roland Sperk, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Metall - Textil Niederösterreich.

Bei der Reform würden aber vor allem PendlerInnen verlieren. "Ein rein leistungsorientierter Betrieb wird, wie unzählige Beispiele zeigen, nur noch rentable Bereiche fördern, unrentable dagegen schließen. Die Bahn muss aber auch weiterhin für alle Österreicherinnen und Österreicher da sein", so Sperk abschließend.

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