Lehrlinge - Oxonitsch: "Einsetzung des Regierungsbeauftragten kommt zu spät!"

Wien fordert schon seit langem die Einrichtung von Lehrlingsstiftungen und einen Ausbildungsfonds

Wien (SPW-K) - "Die Einsetzung eines eigenen
Regierungsbeauftragten für Jugendbeschäftigung durch die Bundesregierung kommt reichlich spät - die Stadt Wien weist schon seit langem auf den dringenden Handlungsbedarf im Lehrlingsbereich hin", sagte heute der Klubobmann des Wiener SP-Rathausklubs Christian Oxonitsch. "Minister Bartenstein hat auf die Angebote und Ideen Wiens nicht reagiert und die - bis zum Antritt schwarzblauen Koalition so erfolgreich tätigen - Lehrlingsstiftungen einfach umgebracht." ****

Die Stadt werde deshalb die Vorschläge und Konzepte des neuen Regierungsbeauftragten "mit Interesse" verfolgen, so Oxonitsch weiter. "Gleichzeitig werden wir aber auch unsere eigenen Programme zur Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen für Jugendliche fortsetzen. Denn auf den eigentlich für Arbeitsmarktfragen zuständigen Bund konnten und wollten wir angesichts der dramatisch hohen Jugendarbeitslosigkeit nicht warten." So sei nur auf die Initiative Wiens erst vor kurzem eine Verdopplung der Lehrgangsplätze nach dem Jugendausbildungssicherungsgesetz (JASG) erreicht worden. "Statt wie vom Bund vorgesehen 1.000 werden nun 2.400 Plätze angeboten. Allein dafür stellt Wien 4,35 Millionen Euro zur Verfügung." Weiters habe Wien auch die Bemühungen zur Schaffung eines eigenen Lehrlings-Ausbildungfsfonds forciert - eine nächste Gesprächsrunde dazu werde Anfang Dezember stattfinden.

"Die Einsetzung des Lehrlingsbeauftragten allein ist eine Maßnahme, die nur einen einzigen Arbeitsplatz - nämlich den des neuen Beauftragten - schafft." Wien werde jedenfalls seine Vorschläge aufmerksam verfolgen. "Es ist zu hoffen, dass es dem Regierungsbeauftragten gelingt, die jahrelange Untätigkeit der Bundesregierung für die jungen Menschen in Österreich zu beenden", so Oxonitsch abschließend. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Klub Rathaus, Presse
Mag. Michaela Zlamal
Tel.: (01) 4000-81930
Fax: (01) 4000-99-81930
michaela.zlamal@spw.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10003