GEHRER: NACHMITTAGSANGEBOT IM SCHULBEREICH UM 20 PROZENT ERHÖHEN

Bildungsministerin in der Fragestunde: Eltern sollen jene Angebote bekommen, die sie brauchen

Wien, 13. November 2003 (ÖVP-PK) Ziel ist es, bis 2006 das bestehende Betreuungsangebot im Schulbereich um mindestens 20 Prozent zu erhöhen. Derzeit werden 45.000 Kinder und Jugendliche im Schulbereich betreut. Das sagte heute, Donnerstag, Bildungsministerin Elisabeth Gehrer in der Fragestunde des Nationalrats. Die Nachmittagsangebote liegen in der Kompetenz der Schulerhalter. "Wir sind derzeit dabei, die Daten für die Nachmittagsbetreuung über Ämter der Landesregierung genau zu erheben. Die Studien für die gesamte Kinderbetreuung werden vom zuständigen Frauenministerium erstellt" , so Gehrer. ****

Es könnten sowohl die Schule als auch Vereine, Gemeinden oder auch Tagesmütter Nachmittagsangebote organisieren. "Mir ist wichtig, dass Wahlfreiheit besteht und individuelle Lösungen getroffen werden." Ich halte es für wichtig, dass die Angebote dort gemacht werden, wo es notwendig ist. Die gesetzliche Grundlage sei geschaffen; man müsse nun auf die Zuständigkeit der Verantwortlichen vertrauen und könne nicht alles zentral von oben verordnen. Gehrer: "Ich halte nichts von einem zentralistischen Ausbauplan."

"Ich mache mich dafür stark, dass die Eltern jene Angebote bekommen, die sie brauchen. Diese können vor Ort verwirklicht werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind im Schulorganisationsgesetz enthalten. Die Entscheidung muss aber nach Bedarf vor Ort fallen", so die Ministerin. Für sozial Schwache müsste es hinsichtlich der Kosten Staffelungen geben. Wichtig sei ihr, Gehrer, dass in den Nachmittagsangeboten sportliche Bewegung stattfinde. Sie lade daher die Sportvereine ein, in die Schulen zu kommen und mit diesen zu arbeiten.

Ebenfalls Thema war der berufsbildende Schulbereich. Hier habe es bei den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) in drei Jahren eine Ausweitung um 5.000 Plätze gegeben. Im Bereich der EDV und Kommunikationstechnik habe es einen Zuwachs um 9,5 Prozent gegeben. Gehrer: "Das Angebot wurde heuer deutlich ausgeweitet und ist eine gute Chance für junge Menschen." Derzeit befinden sich 1.560 Ausbildungsplätze an den BMHS in Bau. Für diese zusätzlichen Ausbildungsplätze seien 366,7 Millionen Euro veranschlagt.

Zum Thema Ruhestand der Lehrerinnen und Lehrer stellte die Ministerin fest, dass 4.600 Lehrerpersonen in den Ruhestand gehen, 1.600 davon normal wie jedes Jahr auch. Etliche hätten ihre Pension schon mit 1. Oktober angetreten. Der Übergang sei völlig reibungslos erfolgt. Jedes Jahr im Herbst gingen viele Lehrer in Pension oder Karenz, und dies sei reibungslos erfolgt. "Wichtig ist, dass man jedem Menschen seine individuelle Entscheidung im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten selber überlässt. Es ist in unserer Republik für jeden möglich, weiter zu arbeiten. Wenn sich aber jemand entscheidet, in den Vorruhestand zu gehen, dann hat er die Verantwortung für seine Entscheidung selber zu tragen." Durch den Vorruhestand würden die Zahlen der Junglehrer auf den Wartelisten abgebaut. Und es sei gut für das Klima, wenn junge und alte Lehrerinnen und Lehrer an Schulen zusammenarbeiten.
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