GEHRER: UNIVERSITÄTSBUDGET 2004 UM SECHS PROZENT HÖHER

Bildungsministerin in der Fragestunde des Nationalrats

Wien, 13. November 2003 (ÖVP-PK) Bereits 2003 haben die Universitäten 9,3 Millionen Euro für Implementierung des Universitätsgesetzes und 5,4 Millionen für die Abdeckung des zusätzlichen Personalaufwands erhalten. Nächstes Jahr wird das Universitätsbudget um sechs Prozent höher sein. Zusätzliche Mittel gebe es für technische Ausstattung und Vorziehprofessuren. Das sagte heute, Donnerstag, Bildungsministerin Elisabeth Gehrer in der Fragestunde des Nationalrats. ****

Die Implementierung des neuen Universitätsgesetzes an den Universitäten sei im Bereich der Rektoren oder Vizerektoren nun im Laufe des Jahres abgeschlossen. Jetzt gehe es darum, für die nächsten Jahre die Budgetaufteilung transparent und für alle zugänglich zu machen. Zudem müsse ein Universitätsbauplan erstellt und Leistungsvereinbarungen vorbereitet sowie der Kollektivvertrag für die neuen Universitäten erarbeitet werden. Den größten Anteil an den Implementierungskosten hätten die drei medizinischen Universitäten, die insgesamt 5,4 Millionen Euro erhielten. Eine Liste der einzelnen Zuteilungen sei auf der Homepage www.bmbwk.gv.at abrufbar.

Die Ministerin wies zudem in der Fragestunde auf zahlreiche Studienprogramme zur Förderung von weiblichen Forscherinnen hin, wie unter anderem die Erwin Schrödinger-Stipendien, die APART Stipendien der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, die Charlotte Bühler-Habilitationsstipendien, die Lise Meitner-Stipendien und weitere. 2003 würden für diese Programme rund 13 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Erfreut zeige sich die Ministerin vor allem darüber, dass die bekannte Forscherin Renée Schröder den Wittgensteinpreis erhalten habe.

Die Offensivmittel für Forschung und Entwicklung von 600 Millionen Euro würden auf die Jahre 2004, 2005 und 2006 aufgeteilt. Schwerpunkte seien bereits durch den Rat für Forschung und Technologieentwicklung vorbereitet und würden im Bereich Biotechnologie und der neuen Medien liegen. Es würden auch philosophische und geisteswissenschaftliche Projekte gefördert. Gehrer geht davon aus, dass durch die im Wachstumspaket enthaltenen zusätzlichen Abschreibmöglichkeiten und Prämien auch in der Privatwirtschaft ein neuer Trend entstehe und Wirtschaft und Industrie ihren Beitrag zur Forschung auch leisten würden.

Eine weitere Frage betraf die Qualitätssicherungsagentur, die im Universitätsgesetz 2002 festgelegt sei und für den gesamten tertiären Bereich tätig werde. Das Universitätsgesetz sieht vor, dass die Universitäten zur Qualitäts- und Leistungssicherung ein eigenes Qualitätsmanagement-System aufbauen sollen. Die Agentur habe die erste Aufgabe festzustellen, ob in den Universitäten die Qualitätssicherung vorgenommen werde, die entsprechenden Instrumente eingerichtet sind und soll Hilfestellungen bei der Evaluierung einzelner Teilbereiche geben.
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