Unseriöse Heimarbeitanbieter vor Gericht!

AKNÖ-Konsumentenschützer nehmen dubiose Inserate zu lukrativen Nebenverdiensten verstärkt ins Visier.

Wien (AKNÖ) – Morgen startet am Landesgericht Korneuburg unter dem Vorsitz von Frau Dr. Santa eine Verhandlung wegen gewerbsmäßigen Betruges gegen Rosa Gutdeutsch. Über Inserate bot sie gemeinsam mit ihrer Tochter Manuela Heimarbeitmöglichkeiten an. Bis zur Beendigung des Prozesses gilt die Unschuldsvermutung.

1.900 Zeugen, tausende Aktenseiten Mehr als 1.900 Zeugen sind aufgerufen! Der geschätzte Schaden beläuft sich auf mehr als 100.000 Euro. Der Präsident der NÖ Arbeiterkammer, Josef Staudinger, sieht diese Verhandlung als Bestätigung für die jahrelange Aufklärungsarbeit durch die AK-Experten: „Seit vielen Jahren warnt die AKNÖ schon vor den immer skrupelloseren Methoden diverser Heimarbeitanbieter. Es sind beinharte Geschäfte, die gewissenlose Geschäftemacher mit Arbeitswilligen und sozial Schwächeren betreiben und die gestoppt werden müssen. Es ist höchste Zeit, dass sich die Justiz mit dieser Problematik auseinandersetzt!“

Und Günther La Garde, AKNÖ-Konsumentenschützer, führt weiter aus:
„Die Firma Gutdeutsch hat diese Form der Nebenerwerbstätigkeit besonders massiv angeboten. Es haben sich viele Betroffene österreichweit gemeldet, die finanziellen Schaden erlitten haben. Dabei geht es um kleine Beträge aber auch um Riesensummen. So liegt uns ein Fall vor, wo ein gutgläubiger und arbeitswilliger Konsument nach und nach über 8.700 Euro investiert hat!“ Übrigens in einem bereits vorangegangenen Prozess wurde Manuela Gutdeutsch wegen ihres Beitrags rechtskräftig verurteilt.

Die AKNÖ-Konsumentenschützer warnen daher dringend davor, gutgläubig Heimarbeit anzunehmen. Wenn Jobsuchende ein solches Inserat lesen, daran interessiert aber unsicher sind, ob das Angebot auch wirklich seriös ist, sollen sie sich an die Arbeiterkammer wenden. Höchste Vorsicht ist geboten, wenn man im vorhinein Kaution bezahlen soll. Prinzipiell, das ist der einhellige Tenor der Konsumentenschützer, kann man davon ausgehen, dass lukrative Heimarbeit, die über Inserate beworben wird, nicht wahrscheinlich ist. Abschließend weisen sie darauf hin, dass sie in den nächsten Monaten verstärkt in diversen Zeitungen nach Heimarbeitangeboten suchen und genau prüfen werden, ob es sich um seriöse oder unseriöse Angebote handelt. Handelt es sich um Scheinangebote, werden die AK-Experten diese an die zuständige Staatsanwaltschaft weiterleiten und sofort zur Anzeige bringen.

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