"Neues Volksblatt" Kommentar: "In Kauf..." (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 13. November 2003

Linz (OTS) - =

Streiks im berechtigten Interesse von Arbeitnehmern
sind, obwohl in keinem Gesetz festgeschrieben, als gewerkschaftliche Kampfmittel akzeptiert. Eine andere Frage ist, ob Streiks, die den Interessen anderer Arbeitnehmer entgegenstehen, akzeptabel sind.
In der Voest stehen die Zeichen auf Sturm. Wegen des Eisenbahnerstreiks sind Versorgung und Produktion in Teilbereichen bereits zusammengebrochen. Nicht ausgeschlossen wird, dass ab Montag gewisse Bereiche überhaupt stillgelegt werden müssen.
Die Voest ist kein Einzelfall. Der Streik der Eisenbahner richtet sich somit nicht nur gegen die Regierung, sondern in seinen Auswirkungen auch schon gegen den Wirtschaftsstandort Österreich, gegen österreichische Unternehmen und gegen (Arbeitsplatz-)Interessen österreichischer Arbeitnehmer.
Der Eisenbahnergewerkschaft wird das alles möglicherweise egal sein. Eisenbahnergewerkschafter Wilhelm Haberzettl nimmt bekanntlich und laut eigenen Worten eine verärgerte ÖBB-Kundschaft in Kauf. So lange der Streik andauert, nimmt Haberzettl jetzt auch wirtschaftliche Schäden in Kauf.

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