Krist zu Carrera Optyl: "Auswirkung der hilflosen Wirtschaftspolitik der Regierung"

Wien (SK) "Wie sollen die Unternehmer noch ein schlechtes Gewissen haben", fragte SPÖ-Nationalratsabgeordneter Hermann Krist am Mittwoch im Nationalrat, "wenn der Staat 12.000 ÖBB-Bedienstete entlassen möchte und seine Unternehmen verscherbelt". Ein Paradebeispiel für die Privatwirtschaft, Carrera Optyl, ein oberösterreichischer Leitbetrieb, werde hier einfach geschlossen. "Seit 1978 haben sich, sogenannte, Topmanager aus Deutschland und Italien wie Termiten über den Betrieb hergemacht und ihn ausgesaugt", so Krist. Die Schließung sei nun eine Folge des "unkontrollierten und ungezügelten Kapitalismus". "Dummheit ist global und paart sie sich noch mit neoliberaler Wirtschaftspolitik, dann sind die Folgen katastrophal", sagte Krist, angesichts der dramatischen Situation für die Arbeiter des Betriebs. ****

Die Umschulung hin zu Pflegeberufen sei zwar möglich, aber sehr schwer, wenn man bedenke, dass sich nun Personen, die 20 Jahre an Maschinen gearbeitet haben, plötzlich um Menschen kümmern sollen. Es werde auch nicht möglich sein, betonte Krist, allen Personen im Großraum Linz eine neue Arbeitsstelle zu geben. Die offenen Stellen seien oft schlecht bezahlt und häufig familienunfreundlich. Für die Betroffenen stelle sich nun die Frage, wie sie zurande kommen sollen. Die Menschen nun darauf hinzuweisen, sich aufs Sparen zu besinnen und "eine kleinere Wohnung in Kauf zu nehmen", sei "kein Ruhmesblatt der Regierung". "Das kann nicht das Österreich sein, das wir wollen", so Krist. Die Regierung solle "weniger Golfspielen" und sich der "Probleme der Menschen annehmen, damit Raubrittertum, wie es jetzt geschehen ist, in Zukunft nicht wieder passiert", schloss der SPÖ-Abgeordnete seine Rede. (Schluss) js

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