Präsident Leitl zu ÖBB-Streik: Nur Verhandlungen bringen Lösungen

"Einer Fortsetzung konstruktiver Gespräche steht nichts im Wege" - Prof. Kummer: Schädlich für Verlagerungsstrategie auf die Bahn

Wien (PWK794) - "Streik ist keine Lösung und schadet der Bahn, den Bahnkunden und den Betrieben. Wenn heute etwa große Firmen wie VOEST und Lenzing von drohenden Produktionsausfällen reden, schrillen bei mir alle Alarmglocken", kritisiert WKÖ-Präsident Christoph Leitl die Arbeitsniederlegung bei der Bahn. Und er ergänzte: "Nur mit Verhandeln kommen wir zu Lösungen. Alle Beteiligten müssen daher die anstehenden Gespräche wieder aufnehmen und die unterbrochenen Diskussionen weiterführen".

Die Lösung der dienstrechtlichen Fragen sei eine betriebpartnerschaftliche Aufgabe. Aufgabe der gewählten Organise sei es hingegen, so rasch wie möglich im Interesse des Wirtschaftstandortes Österreich die beste Organisationsform zu finden. Hier sei auch der Bund als Eigentümervertreter gefragt, erklärte Leitl. Ist man sich über diese grundsätzlichen Fragen einig, stehe einer Fortsetzung konstruktiver Gespräche nichts im Wege.

Leitl bedauerte, dass die Konfrontation sehr hart geführt werde. "Wir brauchen ein Mehr an Dialog und die Bereitschaft zum Konsens", mahnte der Präsident mehr Gesprächsbereitschaft ein. Man müsse kritisch fragen, was sich durch einen Streik an der Ausgangslage ändert und wem der Konflikt nützt. "Tatsächlich gibt es letztlich nur Geschädigte", gibt Leitl zu bedenken: "Gehen wir von Streiks weg und versuchen wir, Lösungen zu finden".

Zu befürchten sei, dass der Streik der Strategie einer verstärkten Verlagerung des Güterverkehrs auf die Bahn nur schaden könne, erklärte Verkehrsexperte Prof. Sebastian Kummer. "Es ist nicht alles nur rational, was in den Unternehmen geschieht". (hp)

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