Prinzhorn zu ÖBB-Streik: Gewerkschaft und SPÖ nichts dazugelernt

Privilegienrettungsversuch auf dem Rücken der Kunden und Schwerarbeiter

Wien, 2003-11-12 (fpd) - Der freiheitliche Budget-, Finanz- und Industriesprecher Thomas Prinzhorn kritisierte heute die Vorgehensweise der Gewerkschaft und der SPÖ in Sachen ÖBB-Reform: "In ganz Europa haben Arbeitnehmervertreter und Sozialisten die Notwendigkeit tiefgreifender Reformen im Schienenverkehrsbereich erkannt oder mitgeholfen umzusetzen, nur in Österreich wird auf Teufel komm raus gestreikt." ****

Es würde unter dem Deckmantel scheinbar ökonomischer Argumente ein purer Privilegienrettungsversuch auf dem Rücken der Kunden, aber auch der Schwerarbeiter innerhalb der ÖBB unternommen. Diese seien ebenso die Leidtragenden, weil sie trotz schwerer körperlicher Arbeit und damit verbundener Sonderrechte, die ihnen niemand streitig machen wollte, für einen Arbeitskampf instrumentalisiert würden, den in Wahrheit einflußreiche Gewerkschafter und Leute mit Schreibtisch-Jobs führten, die zu Unrecht diese Vergünstigungen genössen. "Die Wahrheit ist, daß der aktuelle Reformentwurf ausdrücklich die Situation der Schwerarbeiter berücksichtigt und ihr Rechnung trägt", entgegnete Prinzhorn der gewerkschaftlichen Polemik.

Die geplante Neustrukturierung der ÖBB geschehe ebenfalls aus gutem Grund: "Das wird der Beginn eines langen Weges vom schwerfälligen Schuldenkoloß zum modernen, flexiblen Dienstleistungsbetrieb sein. Das Ansteigen des Güterverkehrs in den nächsten Jahren ist anders nicht zu bewältigen - die Schiene muß dafür die tragende Säule sein. Diese Reform sind wir dem leidgeprüften Steuerzahler schlichtweg schuldig, wenn man bedenkt, daß jeder Österreicher jährlich im Schnitt über 500 Euro an die ÖBB zahlt, ohne noch einen Kilometer mit der Bahn gefahren zu sein." Daß Reformen neben der Umgliederung der Unternehmensstruktur auch im Dienstrecht unabdingbar seien, bewiesen die Fakten:

ASVG-Angestellte sind im Schnitt 13,4 Tage pro Jahr im Krankenstand, ÖBB Bedienstete jedoch 26,1 Tage.

Das Pensionsantrittsalter bei der ÖBB liegt bei 52,2 Jahren, 74 Prozent der ÖBB-Bediensteten gehen in Frühpension.

Bei den ÖBB gibt es allein 2200 Betriebsräte, 134 von diesen sind gänzlich freigestellt.

Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall beträgt bei der ÖBB in den ersten 12 Monaten 100 Prozent.

"Die FPÖ ist angetreten, um Privilegien abzuschaffen und Leistungsgerechtigkeit herzustellen, um die Pfründe des geschützten Bereiches zugunsten der Allgemeinheit aufzuzeigen und zu beseitigen. Dieses Versprechen einzulösen wird weder einem Herrn Haberzettl, noch der SPÖ zu verhindern gelingen", schloß Prinzhorn. (Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC0007