Verzetnitsch: "Wir brauchen beschäftigungsinitiatives Wachstum"

Wien (SK) "Durch die Belastungspakete der Bundesregierung
wurde die Kaufkraft zurückgedrängt", kritisierte SPÖ-Industriesprecher Friedrich Verzetnitsch am Mittwoch im Nationalrat. "Wir brauchen jetzt Wachstumsmaßnahmen, die Arbeitsplätze schaffen", appellierte er und begrüßte die Bestellung von Egon Blum zum Regierungsbeauftragten für Jugendbeschäftigung. In Bezug auf die ÖBB bemängelte Verzetnitsch, dass die Zersplitterung der Bahn keinerlei Verbesserung mit sich bringen würde, sondern dass Mehrkosten die Folge wären. ****

"Wachstumsinitiativen allein sind nicht genug, wir brauchen ein beschäftigungsinitiatives Wachstum", sagte Verzetnitsch und verwies auf die etwa 270.000 Arbeitssuchenden. Im Regierungspaket seien auch keine Beschäftigungsmaßnahmen für ältere Arbeitssuchende vorhanden, bemängelte Verzetnitsch. Er begrüße die Bestellung von Blum, frage sich aber gleichzeitig, "wo eigentlich die Aufgabenbereiche des Arbeitsministers" sind.

Die Aufsplitterung der ÖBB in verschiedene Teilbereiche würde zu Mehrkosten führen, weil auch Aufsichtsräte und Vorstände eingestellt werden müssten, so Verzetnitsch - "Ich frage mich, was da verbessert wird!" "Wir wollen keine Bahn, bei der die Infrastruktur schlechter wird, wie es etwa in England und Neuseeland der Fall war", fuhr Verzetnitsch fort. Und es dürfe kein Kürzungsprogramm und keine Eingriffe in die Verträge geben. Der Bundeskanzler habe einen neuen Verhandlungstermin angekündigt, aber gleichzeitig verkündet, dass "an den Eckpunkten" nicht gerüttelt werde, kritisierte der Industriesprecher - "Geben Sie den Beschäftigten doch eine Chance", appellierte Verzetnitsch an die Bundesregierung. "Wir wollen motivierte Mitarbeiter und wir wollen eine moderne Bahn." (Schluss) gg

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