Grüne unterstützen Europäisches Sozialforum in Paris

Globalisierung muss sozial gerecht und ökologisch nachhaltig gestaltet werden

Wien (OTS) "Die Europäische Union muss nach innen und nach außen sozial gerecht und ökologisch nachhaltig handeln", fordert die außen-und entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, anlässlich des heute beginnenden Europäischen Sozialforums (ESF) in Paris. Zahlreiche Grüne aus verschiedenen Landesorganisationen werden am ESF teilnehmen. "Die einzelnen EU-Mitgliedsländer müssen sich genauso wie die EU auf internationaler Ebene für soziale und ökologische Regeln für Unternehmen stark machen. Außerdem darf sich Europa nicht gegen Flüchtlinge abschotten, wie dies derzeit in Österreich praktiziert wird," fordert Lunacek die Rücknahme des neuen österreichischen Gesetzes.

"Das Verhalten der EU und ihrer Mitgliedsländer bei der WTO-Ministerkonferenz in Cancún hat gezeigt, dass wirtschaftliche Eigeninteressen noch immer gegen ein global gerechteres System ausgespielt werden", meint die Regionensprecherin der Grünen, Heidi Rest-Hinterseer, die an der WTO-Konferenz teilnahm. "Der neoliberale Weg der Privatisierung und Liberalisierung, der zunehmend rücksichtsloser auch in Europa beschritten wird, hat bisher nur Ungleichheit geschaffen und dem Umweltschutz mehr geschadet als genützt. Die Zerschlagung der ÖBB mit all ihren Folgen ist in Österreich dafür das aktuellste Beispiel."

"Alternativen aufzuzeigen und Bündnisse auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene zu schließen, ist wichtig. Demokratische Teilhabe und eine gesicherte Existenz für alle, darauf basieren stabile Gesellschaften. Internationale Konflikte werden jedoch unter einem neoliberalen Regime zunehmen. Die Anstöße für eine ‚andere Welt' müssen von innerhalb und außerhalb der Institutionen kommen. Die Grünen können da ein Bindeglied sein, denn sie kommen selbst aus zivilen Bewegungen und konnten sich als politische Partei etablieren", meint Heidi Rest-Hinterseer abschließend.
Sie wird selbst im Januar 2004 zum Weltsozialforum nach Mumbai/Bombay (Indien) reisen.

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