SCHÜSSEL: STREIK IST KEIN DIENST AM KUNDEN

Bundeskanzler im Nationalrat: Wir wollen der Bahn Flügel verleihen

Wien, 12. November 2003 (ÖVP-PK) Jeder Kunde der Bahn weiß, dass die Bahn reformiert und moderner gestaltet werden muss. Wir brauchen die Bahn - wir retten die Bahn. Diese Reform ist für die Bahn überlebensnotwendig. Mit Strukturen des vorigen Jahrhunderts kann sie heute und morgen nicht bestehen. Das sagte heute, Mittwoch, Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel in seiner Erklärung zum Wachstumspaket vor dem Nationalrat. Schüssel appellierte an die Bahngewerkschafter und den gesamten ÖGB: "Ruinieren Sie nicht das Fundament, das Image der Bahn, indem Sie auf dem Rücken der Pendler, Unternehmen, Benützer und Kunden den Kredit verspielen." ****

Heute würde wesentlich mehr Geld in den Bereich Schiene und Straße fließen. Dieses Mehr an Investitionen mache aber nur dann Sinn, wenn die Projekte und die Organisation gut seien, erinnerte Schüssel an das funktionierende Road Pricing System. Es sei wichtig, Organisationsstrukturänderungen mitzutragen, weil diese für die Bürger und für den Standort von entscheidender Bedeutung seien. Das gelte auch für die moderne Bahn.

WIR WOLLEN DIE BAHN NICHT ZERSCHLAGEN

Schüssel: "Wir wollen die Bahn nicht zerschlagen, im Gegenteil." Der Kanzler verwies auf das Beispiel Voest, wo es die gleiche Diskussion gab. Erst als das Unternehmen mit Unterstützung der Politik in lebensfähige Einheiten geteilt werden konnte, sei die Voest zur Weltspitze aufgestiegen. "Wir retten mit diesen Reformen die Bahn." Die Bahn sei ein Dienstleistungsunternehmen, verwies Schüssel auf die Wortinhalte "Dienst" und "Leistung". "Wir wollen beides. Streik ist kein Dienst am Kunden. Wir wollen eine moderne Bahn mit mehr Geld als früher, aber mit neuen Strukturen, neuer Motivation und auch der Bereitschaft der Mitarbeiter, hier mitzuarbeiten. Wir wollen der Bahn Flügel verleihen, seien Sie daher nicht der Bremsklotz auf dem Weg in die Zukunft", so Schüssel abschließend in Richtung der Kritiker der ÖBB-Reform.
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