Strobl: Lehrlings-Antrag schon eingebracht

Wirtschaftsverband Wien fordert rasche Umsetzung der Vorschläge zur Modernisierung der Lehre.

Wien (OTS) - "Die Konzepte liegen längst vor", erklärte der Präsident des Wirtschaftsverbandes Wien und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien LAbg. Fritz Strobl anlässlich der Präsentation der Vorschläge eines Lehrlingsbeauftragten der Bundesregierung. ++++

Die vom Lehrlingsbeauftragten der Bundesregierung vorgelegten Vorschlägen zur Modernisierung der Lehre entsprechen, wie Strobl betont, durchaus dem bekannten Konzept des Wirtschaftsverbandes Wien. Strobl erinnert daran, dass der Wirtschaftsverband schon vor längerem einen entsprechenden Antrag unter dem Titel "Faire Lehre" an das Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Österreich eingebracht hat. Er stellt klar dass auch der Wirtschaftsverband größtes Interesse daran hat, Bedingungen zu schaffen unter denen die Betriebe mehr Lehrlinge aufnehmen können. Eine erste Bewährungsprobe für die Ernsthaftigkeit der Regierungspläne zur Modernisierung der Lehre sieht Strobl im Verhalten des Wirtschaftsbundes und des Rings freiheitlicher Wirtschaft anlässlich der Behandlung des Antrags des Wirtschaftsverbandes zum Thema Lehre im Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer am 27. November 2003.

Die Lehrlingsausbildung im dualen System hat sich in Österreich bewährt. Sie hat dazu beigetragen, dass österreichische Facharbeiter - wie bei vielen "Berufsolympiaden" deutlich gezeigt - zu den besten der Welt gehören. Strobl stellt klar: "Eine fundierte Lehrlingsausbildung ist die Basis, nicht nur für die zukünftigen Facharbeiter, sondern auch für die Meister, die die derzeitigen Betriebe übernehmen sollen."

Strobl fordert, dass das bewährte Lehrlingsausbildungssystem erhalten bleibt, aber gleichzeitig an die geänderten wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst wird. Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung wäre für ihn die Schaffung eines Modells eines Lehrlingsausbildungsfonds auf Basis des Vorarlberger Modells. Kernpunkte eines solchen Modells sollten sein, dass alle Betriebe einer Branche, für deren Ausübung qualifizierte Fachkräfte notwendig sind, in einen solchen Fonds einzahlen. Durch einen solchen branchenspezifischen Lehrlingsausbildungsfonds könnten auch jene Betriebe, die selbst keine Lehrlinge ausbilden, aber qualifizierte Fachkräfte benötigen, einen Beitrag zur Lehrlingsausbildung leisten.

"Herr Bundeskanzler, Herr Lehrlingsbeauftragter, es geht jetzt darum, die vorhandenen Pläne zur Modernisierung der Lehrlingsausbildung rasch in die Praxis umzusetzen, um es den Betrieben zu erleichtern, Lehrlinge aufzunehmen und auszubilden und so letztendlich auch für ihre eigenen Betriebe Nachfolger zu finden", so Strobl abschließen.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Stefan Mann
Wirtschaftsverband Wien
Mariahilferstraße 32, 1070 Wien
Tel.: 01 522 47 66
Fax: 01 526 23 52
http://www.wvwien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WVW0001