GPA Jugend begrüßt Blum-Bestellung als Beauftragter für Jugendbeschäftigung und Lehrausbildung

Eigenes Konzept der GPA Jugend soll in Überlegungen einfließen

Wien (GPA/ÖGB). Die gschf. Vorsitzende der GPA Jugend Lehrlinge, Ivonne Gallistl, und der Bundesjugendvorsitzende der GPA, Christian Jammerbund, begrüßen die gestrige Bestellung von Egon Blum als Regierungsbeauftragter für Jugendbeschäftigung und Lehrausbildung.++++

"Die positiven Effekte des so genannten Blum-Modells in Vorarlberg, wo es in der Metallindustrie einen freiwilligen Lastenausgleich gibt, sind landläufig bekannt", so Ivonne Gallistl und regt an, dieses Grundprinzip - nichtausbildende Betriebe zahlen einen gewissen Prozentsatz der Lohn- und Gehaltssumme in einen Fonds ein, aus dem ausbildende Betriebe gefördert werden - österreichweit auf alle Branchen auszudehnen.

"Die GPA Jugend hat innerhalb der letzten zwei Jahre ein eigenes Konzept zur Zukunft der Lehrausbildung entwickelt, welches ebenfalls auf einem Lastenausgleichsmodell basiert", erklärt Christian Jammerbund und führt weiter aus: "Unserer Meinung nach muss jedoch neben der Förderung von ausbildenden Betrieben auch darauf geachtet werden, dass jene Jugendlichen, für die es in der Wirtschaft keinen Lehrplatz gibt, nicht in Auffangnetzen übrig bleiben, sondern ebenfalls eine zukunftsgerechte und modular aufgebaute Berufsausbildung bekommen."

Jammerbund verweist dabei auf mehrere branchenspezifische überbetriebliche Ausbildungsverbände, die belegen, dass die Idee gut und durchführbar ist.

"Die Zukunft unserer Jugend muss uns allen am Herzen liegen!", meint Jammerbund und hält abschließend fest: "Es ist uns durchaus bewusst, dass die Reformierung der Berufsausbildung ein großes und verantwortungsvolles Vorhaben ist, welches aber auch voraussetzt, dass sich Dinge in der vorgeschaltenen schulischen Ausbildung, und auch im nachgeschaltenen Arbeitsmarkt verbessern. Denn Jobs für Junge fehlen, und die 9. Schulstufe muss zukünftig Garant für ein gewisses Bildungsniveau sein!"

ÖGB, 12. November 2003
Nr. 946

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