Bio in Niederösterreichs Großküchen: Projektziel erreicht!

Täglich 25 % Bio für 20.000 Menschen - Kooperation mit 90 Großküchen bringen 6 Mio. Euro Umsatz für Niederösterreichs Bio-BäuerInnen

St. Pölten (OTS) - Niederösterreichs Landes-Pensionisten und -Pflegeheime, Landes-Jugendheime und -Krankenhäuser haben ihren Lebensmitteleinkauf auf einen 25%igen Bio-Anteil umgestellt. Damit ist ein wesentliches Anliegen eines vor zwei Jahren gestarteten Projektes vom Land Niederösterreich, Bio Ernte Austria und "die umweltberatung" erreicht worden.

Dies wurde durch einen weitsichtigen Landtagsbeschluss des niederösterreichischen Landtages im März 2001, der guten Betreuung der Einrichtungen durch "die umweltberatung" und Bio Ernte Austria und nicht zuletzt durch das enorme Engagement der Einrichtungen selbst möglich.

Bio stärkt Regionen

"Mit Bio in der Großküche kommen täglich an die 20.000 Menschen -von Jung bis Alt - in den Bio-Genuss. Außerdem kann eine Bio-Wertschöpfung an die 6 Mio. Euro für Niederösterreichs Bio-Bauern und deren Gewerbepartner erwirtschaftet und der Natur viele Transportkilometer erspart werden!" freut sich Finanz- und Umweltlandesrat Wolfgang Sobotka.

Land Niederösterreich zeigt gesundheitspolitische Verantwortung

"Essen und Trinken bedeutet Lebensqualität und liegt in der Wertehierarchie der Menschen ganz oben. Wie richtig unser Weg war, Bio-Kost in den Landeseinrichtungen anzubieten, zeigt erst eine kürzlich in Wien veröffentlichte Studie zur Qualität biologischer Lebensmittel. Sich biologisch ernähren bedeutet eine erhöhte Zufuhr an bioaktiven Inhaltsstoffen und ein erheblich reduziertes Risiko im Zusammenhang mit Biozidrückständen, Nitrate und Zusatzstoffen bei der Produktion", erklärt Gesundheitslandesrat Emil Schabl.

Regional essen - die Küche im Dorf lassen!

Tomaten im Dezember und Erdbeeren im März? Das Obst- und Gemüseregal im Supermarkt täuscht leicht über das tatsächliche Angebot auf dem Feld und im Garten hinweg. Wer saisonale, regionale und noch dazu biologische Lebensmittel bevorzugt, leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz: Bio-Landbau verbraucht um zwei Drittel weniger Energie als konventioneller Anbau, und der CO2-Ausstoß ist um mehr als 50 % geringer. Lange Transportwege werden vermieden, und die Wertschöpfung bleibt in der Region. Dass Bio-Lebensmittel nun auch in 90 Großküchen angeboten werden, freut nicht nur den Gaumen der Tischgäste, sondern auch Klima und Umwelt! betont Franziska Simmer von "die umweltberatung".

Niederösterreich ist Pionier bei der Großversorgung mit Bio

Das Land Niederösterreich ist Pionier in Sachen Bio in Großküchen. Für hunderte Bio-Bauern aus allen Regionen Niederösterreichs konnte so ein kräftiger Beitrag zur Erwirtschaftung ihres Einkommens geleistet werden. "Was in Niederösterreich als erfolgreiches Pilotprojekt begonnen hat, wird nun zum Modell für ganz Österreich. Das Know-how aus diesem Projekt hilft uns, in ganz Österreich ähnliche Projekte zu starten", erzählt Karin Kaiblinger, Großküchenmanagerin bei Bio Ernte Austria.

Jährliche Kontrolle soll Einhaltung des Bio-Anteiles sicherstellen

Neben der strengen Bio-Kontrolle - alle Bio-Bauern und -Verarbeiter werden mindestens ein Mal jährlich durch eine unabhängige staatlich zertifizierte Bio-Kontrollstelle kontrolliert -wird an einem System zur Absicherung des nun erreichten Bio-Anteiles gearbeitet. Geplant ist eine Qualitätssicherung der Bio-Schiene durch die Austria Bio Garantie (ABG) - Österreichs führende Bio-Kontrollstelle.

Rückfragen & Kontakt:

Franz-Jakob Purkarthofer,
Bio Ernte Austria, PR,
Tel.: +43/664/8140902,
pr@ernte.at,
http://www.ernte.at

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