Kossina: 6200 Tonnen Batterien recycelt

Bilanz der einzigen Batterierecycling-Anlage Österreichs

Wien (OTS) - "Wien hat die einzige Batterierecycling-Anlage Österreichs, noch dazu mit den strengsten Grenzwerten. Die Sammlung und Verwertung von Altbatterien ist ein wichtiger Beitrag zur Abfallvermeidung", betont Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Direktor der Fernwärme Wien, Dipl. Ing. Anton Wischinka. Seit Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 1999 wurden 6200 Tonnen Batterien recycelt.

"Wenn man der Umwelt etwas Gutes tun will, ist es das oberste Ziel, wiederaufladbare Batterien zu kaufen, denn damit kann man Ressourcen schonen. Jene Batterien, die jedoch nicht aufladbar sind, müssen gesammelt werden. Abgeben kann man sie bei den Händlern selbst, in Supermärkten oder bei den Problemstoffsammelstellen der MA 48."

100 Millionen Stück oder 2300 Tonnen werden jährlich in Österreich verkauft. Jeder Österreicher kauft rund 12 Stück Batterien pro Jahr. Davon sammelt er acht Stück, vier landen im Hausmüll.

Auf Grund ihres hohen Anteils an Schwermetallen, gehören verbrauchte Batterien nicht einfach in den Mist. Die zulässigen Grenzwerte sind in der Batterieverordnung geregelt. Der Handel ist verpflichtet Altbatterien zurück zu nehmen. In Österreich werden sie, als einem der ersten Länder, seit 1991 vom Umweltforum Batterien gesammelt und sortiert.

Die Sammelquote mit über 60 Prozent ist die höchste der Europäischen Union. 90 Prozent dieser Batterien werden seit 1999 in der Recyclinganlage der Chemtec in Wien zu 100 Prozent stofflich und energetisch verwertet. Die restlichen zehn Prozent wiederaufladbare Batterien und Knopfzellen, werden in Spezialprozessen im europäischen Ausland aufgearbeitet.

Die Anlage wurde im Jahr 1999 in Wien auf dem Gelände des Werks Simmeringer Haide der Fernwärme in Betrieb genommen. Dipl. Ing. Anton Wischinka, Direktor der Fernwärme: "Die High Tech-Anlage ist die einzige in Österreich. Sie ist international anerkannt, auf technisch höchstem Niveau und kann jährlich rund 3.000 Tonnen Altbatterien verarbeiten und einer Verwertung zuführen. Altbatterien gehören nicht nur fachgerecht entsorgt und von Schwermetallen befreit, sondern auch auf Grund ihres Wertstoffgehaltes soweit wie möglich wieder verwertet."

Als Umweltstadträtin sprach Kossina der Fernwärme ein Lob aus:
"Sie hat die weltweit strengsten Grenzwerte einzuhalten und sich den vorgeschriebenen regelmäßigen Kontrollen zu unterwerfen. Die Schwermetallkonzentrationen liegen überwiegend sogar unter der Nachweisgrenze."

Abgabe von Batterien forcieren

Tatsache sei, so Kossina, dass die Abgabe der Batterien von der Bevölkerung aber noch forciert werden müsse. Immerhin landen noch immer rund ein Drittel der Altbatterien unkontrolliert im Hausmüll. Von dort kommen sie entweder auf Deponien oder in die thermische Abfallverwertung. Kossina: "Damit geht die sinnvolle Rückgewinnung an Wertstoffen wie Zink, Mangan oder Eisen, verloren. Es ist daher wichtig, alte Batterien in den Supermärkten bei den Händlern selbst, oder bei den Problemstoffsammelstellen der MA 48, abzugeben." (Schluss) bfm

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Birgit Flenreiss-Mäder
Tel.: 4000/81 353, Handy: 0664/32 69 753
fle@ggu.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0006