38. Fachtagung Zement und Beton

Massive Betonelemente halbieren Lärm-Immissionen und schirmen auch tiefe Frequenzen ab

Wien (OTS) - 1,5 Millionen Österreicher/innen fühlen sich durch Verkehrslärm beeinträchtigt. Nach österreichischen Erhebungen ist der Verkehr mit 70 Prozent die größte Lärmquelle. Seit Dezember 1999 betragen die erlaubten Lärm-Immissionswerte entlang geplanter und bestehender Straßen 60 dB am Tag und 50 dB in der Nacht. Um diese Normen allein bei den Bundesstraßen umzusetzen, müssen in den kommenden 15 Jahren mehr als 700 Millionen Euro investiert werden. Seitens der ASFINAG ist für 2004 bereits eine Aufstockung der Mittel um mehr als 50 Prozent auf 48,3 Millionen Euro geplant. 2005 werden die investierten Mittel auf 52,1 Millionen Euro steigen.

Lärm macht krank und beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit. Schon ab 35 dB, das entspricht etwa dem Geräuschpegel in einer geschlossenen Telefonzelle, kommt es zu einer Aktivierung des zentralen und vegetativen Nervensystems. Wer nachts Lärm und dem dadurch erzeugten Stress ausgesetzt ist, hat um ein 20 bis 30 Prozent erhöhtes Herzinfarkt-Risiko. Bei Kindern beeinträchtigt schon nächtlicher Lärm über 50 dB, vergleichbar mit der Lautstärke einer leisten Unterhaltung, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sowie das Sozialverhalten. "Die Bürger haben ein Recht, vor Verkehrsbelastungen geschützt zu werden. Zudem sollte man nach Möglichkeit bereits jetzt Vorsorge gegen noch nicht ausreichend erforschte Gefahrenpotenziale treffen," erklärt der Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie DI Felix Friembichler.

Neuere Forschungen deuten zudem darauf hin, dass in Zukunft auch niederfrequenter Lärm mit Frequenzen um 50 Hertz abgeschirmt werden muss, der von den bisherigen Bestimmungen nicht erfasst ist. In vielen Bereichen sind die neuen Lärmschutzvorgaben mit herkömmlichen Konstruktionen aus Holz oder Aluminium nicht mehr zu schaffen, ergänzt Friembichler. Lärmschutzwände aus Holzbeton bieten sich als optimale Lösung an und ersparen aufwändige "Einhausungen" von Straßen.

Gerade Lärmschutzwände mit Höhen bis zu fünf Meter, wie sie bisher eingesetzt werden, reichen laut ASFINAG-Experten Werner Kaufmann nicht aus, um den notwendigen Schallschutz zu gewährleisten. Abhilfe schaffen die neuen Lärmschutzwände aus Holzbeton mit ihrer mehr als 2,30 Meter nach innen gebogenen Oberkante, effizienter gegen die Lärmausbreitung wirken. Sie bremsen den Lärm so effizient, dass auch in 700 Meter Entfernung von der Straße bis zu einer Höhe von fünf Metern eine Lärmreduktion gemessen wird, die mit geraden Lärmschutzwänden lediglich in Bodennähe erreichbar ist.

Über 300 Besucher diskutieren bei der hochrangig besetzten 38. Fachtagung Zement und Beton, die am 12. November in Wien stattfindet den Lärmschutz der Zukunft. Friembichler: "Wir bieten hier ein exzellentes Fachforum für hochaktuelle Probleme, die genau auf die wichtigsten Zukunftsfragen abgestimmt sind."

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