Beschäftigte im Handel brauchen leistungsfähige und leistbare Bahn!

Gute Verkehrsverbindungen sind wichtige Rahmenbedingung

Wien (GPA/ÖGB). Die Auseinandersetzung um die Bahnreform betrifft auch die Interessen der Handelsangestellten. Zahlreiche Angestellte im Handel sind PendlerInnen, so pendeln zum Beispiel rund ein Drittel der Beschäftigten in der Wiener Mariahilfer Straße täglich von und nach Wien. Besonders für die zahlreichen Frauen sind gute und leistungsfähige, öffentliche Verkehrsverbindungen von großer Wichtigkeit. Dies zeigte sich auch im Zusammenhang mit den jüngsten Diskussionen um die Erweiterung der Öffnungszeiten, wo vor allem viele weibliche Angestellte auf die Probleme bei den Verkehrsverbindungen hingewiesen haben. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frage der Preisgestaltung, weil die Einkommenssituation der Beschäftigten ohnehin nicht besonders rosig ist.++++

"Die Pläne der Bundesregierung, die ÖBB aufzuteilen und zu privatisieren bedeuten in Wahrheit eine massive Schwächung der Leistungsfähigkeit der Bahn. Als Folge dieser Politik drohen massive Preiserhöhungen, Einstellung von Zugverbindungen und Bahnstrecken sowie Zunahme der Verspätungshäufigkeit und weniger Verkehrssicherheit. Das ist gerade das Gegenteil von dem, was die PendlerInnen im Handel benötigen!", so der Wirtschaftsbereichssekretär Manfred Wolf.

"Der Wirtschaftsbereich Handel der GPA unterstützt die Maßnahmen der EisenbahnerInnen, weil es um den Erhalt und Ausbau eines leistungsfähigen und leistbaren, öffentlichen Verkehrsmittels für die tausenden PendlerInnen im Handel geht", so Wolf weiter.

Die GPA fordert ein Investitions- und Politikprogramm für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, weitere Angebotsverbesserungen bei Fahrplänen und Fahrbetriebsmittel. Das seien die Rahmenbedingungen, die von der Bevölkerung wirklich gebraucht würden.

Auch für die Angestellten im Handel besteht der Anspruch auf Entgeltfortzahlung, wenn aufgrund des Streiks der Arbeitsplatz nicht erreicht werden kann. Die Vereinbarung von Urlaubstagen aufgrund des Streiks ist rechtlich nicht zulässig, da gesetzlicher Entgeltfortzahlungsanspruch besteht. Bei Problemen bietet die GPA den Angestellten rechtliche Beratung und Unterstützung.++++

ÖGB, 12. November 2003
Nr. 938

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