ÖGB-Frauen solidarisch mit Eisenbahnern

Csörgits: Besser kurze Zeit ohne Bahn als langfristige Zerstörung der ÖBB

Wien (ÖGB). Die ÖGB-Frauen erklären sich solidarisch mit den MitarbeiterInnen von ÖBB und Postbus. "Es geht um die Rechte der Beschäftigten, aber auch um die Rettung unserer öffentlichen Verkehrsinfrastruktur. Gerade Frauen sind häufig auf Bahn und Bus angewiesen. Kommt es zu einer Verteuerung der Preise oder der Einstellung von Bus- und Bahnstrecken, trifft das die Frauen besonders", sagt ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits.++++

Es stelle sich die Frage, ob es nach einer Zerschlagung der Bahn in fünf Jahren überhaupt noch sozial verträgliche Tarife gäbe und auch weniger frequentierte Strecken befahren würden. "Am Beispiel Großbritannien sehen wir zudem, dass eine Zerstückelung der Bahn zu massiven Sicherheitsproblemen und damit einer Gefährdung der Bahnfahrenden führt", sagt Csörgits. Österreich brauche eine moderne Bahn mit motivierten MitarbeiterInnen. "Die EisenbahnerInnen kämpfen für den langfristigen Erhalt und die Verbesserung der Bahn. Es lohnt sich, kurze Zeit Unannehmlichkeiten mitzutragen, weil Bahn und Bus nicht fahren, wenn dafür langfristig die öffentliche Verkehrsinfrastruktur gerettet wird", so Csörgits abschließend.

ÖGB, 12. November 2003
Nr. 940

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