Verzetnitsch: Gewerkschaft braucht eine moderne Bahn und motivierte Mitarbeiter

Regierung setzt trotz vernichtender RH-Kritik Husch-Pfusch-Kurs fort

Wien (ÖGB). Trotz der vernichtenden Kritik des Rechnungshofes und unzähliger negativer Stellungnahmen halte die Regierung an den Eckpunkten ihres ÖBB-Modells fest. "Damit hat die Regierung eine Chance verstreichen lassen. Mit ihrem Festhalten am gesetzlichen Eingriff in das Dienstrecht der Eisenbahner lässt sie keine wirkliche Verhandlungsbereitschaft erkennen", stellt ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch zu dem Scheitern des heutigen Gesprächs zwischen der Gewerkschaft der Eisenbahner und Verkehrsminister Gorbach zur ÖBB-Reform fest.++++

"Die Regierung hat offensichtlich nicht aus ihren Fehlern bei der Ambulanzgebühr und der Besteuerung der Unfallrenten gelernt und hält stur am speed-kills-Kurs fest", sagt Verzetnitsch. Es sei unverständlich, dass die Regierung einerseits von der Privatisierung der ÖBB spreche, andererseits aber auf einem gesetzlichen Eingriff in das Dienstrecht der Eisenbahner beharre. "Warum lässt Minister Gorbach nicht die Eisenbahnergewerkschaft und den ÖBB-Vorstand über das Dienstrecht verhandeln? Hat er etwa Angst, dass sich die beiden auf eine vernünftige Lösung einigen?", so Verzetnitsch.

Wenn in das Dienstrecht der Eisenbahner per Gesetz eingegriffen werde, sei es nur eine Frage der Zeit, bis auch Arbeitsverträge anderer Gruppen angegriffen würden. "Das offensive Vorgehen der Gewerkschaft der Eisenbahner dient deshalb nicht nur den MitarbeiterInnen der ÖBB, es ist im Sinne aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Es geht um eine moderne Bahn und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Verzetnitsch.(mfr)

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