Korrektur zu OTS0025: AK-Test Wellness-Milchdrinks: Zu süß, um nebenbei zu trinken!

Wien (AK) - Richtig muss es im Untertitel und im ersten Satz heißen: Bis zu vier Würfelzucker pro 100 Milliliter (statt 12). Und im letzten Absatz, vorletzter Satz muss es richtig heißen: Außerdem sind die Milchdrinks mit durchschnittlich neun (statt 12) Stück Würfelzucker pro Packung (statt pro 100 Milliliter) zu süß für einen gesunden Durstlöscher und zu kalorienreich zum nebenbei Trinken, sagt Lehner.

Korrigierte Meldung
AK Test Wellness-Milchdrinks: Zu süß, um nebenbei zu trinken! Utl.: Bis zu vier Würfelzucker pro 100 Milliliter - Doppelt so teuer wie Milch - Gesundheitswerbung nicht genügend belegt - AK für gesetzliche Regeln =

Wien (AK) - Bis zu vier Stück Würfelzucker pro 100 Milliliter, im Schnitt doppelt so teuer wie normale Milchprodukte und ungenügend belegte Gesundheitswerbung: Das ist das AK-Testergebnis von 20 Milchdrinks mit Wohlfühl- oder Gesundheitsslogans. AK-Expertin Petra Lehner kritisiert: Gesundheitswerbung braucht eine solide wissenschaftliche Basis, die den Mehrpreis rechtfertigt. Daher fordert die AK Regeln für Wellnessprodukte: Nicht beweisbare Werbeaussagen müssen verboten, Zuckermenge und Nährwertkennzeichnung verpflichtend angegeben werden.

Ferner fordert die AK, dass für funktionelle Lebensmittel EU-weit eine rechtlich verbindliche Definition erarbeitet wird. Als mögliche österreichische Lösung würde sich auch der Lebensmittelcodex anbieten. Die Werbeaussagen müssen einheitlich und konsumentenfreundlich europaweit geregelt werden. Hinsichtlich irreführender Werbung sind Schwerpunktkontrollaktionen nötig. Darüber hinaus sollen die Unternehmen verpflichtet werden, Auskünfte zu geben und Beweise über die Wirkung offenzulegen, erklärt Lehner.

Die AK hat 20 Milchdrinks mit Wohlfühl- oder Gesundheitsslogans unter die Lupe genommen, wie zB Actimel, Frilatti, LC1 go, Fidus aktiv, Fastenmilch, Alpha pan oder Latella. Bereits im Vorjahr hat die AK bei diesen Drinks Etiketten und Zusammensetzung erfasst und bewertet. Die Hersteller wurden um genaue Infos über die den Werbebotschaften zu Grunde liegenden wissenschaftlichen Belege gebeten. Zwei haben nicht geantwortet, der Rest unterschiedlich ausführlich.
Im heurigen Herbst hat die AK nachkontrolliert, ob die Etiketten geändert wurden, und wie sich Markt und Preis entwickelt haben:
Einige der Produkte sind verschwunden, andere durch Nachfolger ersetzt worden, die Werbung ist im Wesentlichen gleich geblieben. Die Preise sind ungleich - Molkeprodukte sind billiger, Milchmischgetränke teurer geworden.

Die AK-Kritikpunkte: Kein Hersteller hat Produkttests. Ein über die positiven Wirkungen von Milchprodukten hinausgehender Nutzen konnte nicht schlüssig dargelegt werden - auch nicht bei den probiotischen Produkten. Hier gibt es zwar nachvollziehbare dokumentierte positive Wirkungen, allerdings nur bei Kranken. Dafür müssen ausreichend viele Keime vorhanden sein. Ein Produkt enthielt aber bei weitem nicht die notwendige Anzahl an lebenden Keimen. Und dass die Produkte bei Gesunden "besser" wirken als Joghurt, ist nicht bewiesen, so Lehner. Aber die Mehrkosten von ca 180 Euro pro Jahr, wenn täglich ein kleines Fläschchen eines probiotischen Drinks getrunken wird, sind fix. Außerdem sind die Milchdrinks mit durchschnittlich 9 Stück Würfelzucker pro Packung zu süß für einen gesunden Durstlöscher und zu kalorienreich zum nebenbei Trinken, sagt Lehner. Die durchschnittliche Kalorienmenge pro Packung entspricht einer Zwischenmahlzeit.

SERVICE: Den Erhebungsbericht finden Sie unter www.konsumentenschutz.at.

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