Handymania in Wien: EE&MC-Studie zeigt, dass Menschen zunehmend das Festnetz durch die Mobiltelefonie ersetzen

Hohe Preissensibilität der Wiener Kunden - Wien und Rest-Österreich: Unterschiede im Nutzungsverhalten

Wien (OTS) - Eine aktuelle Studie des Consulting-Unternehmens
EE&MC zeigt, dass in der Bundeshauptstadt das Festnetz immer stärkere Konkurrenz bekommt. Zeichnet sich der österreichische Telekommunikationsmarkt an sich schon durch Dynamik aus, trifft dies besonders auf Wien zu.

Das europäische Consultingunternehmen EE&MC, das seit 3. November 2003 auch in Wien tätig ist, hat zum Österreich-Start die Telekommunikationsgewohnheiten der Österreicherinnen und Österreicher untersucht. 800 Personen wurden im August und September 2003 mit Hilfe der Conjoint Analyse nach ihren aktuellen sowie zukünftigen Telefoniergewohnheiten und Tarifentscheidungen befragt. Das überraschende Ergebnis: In den Kommunikationstrends unterscheiden sich die Wienerinnen und Wiener deutlich von anderen Bundesländern.

Trend 1: Mehr Wiener telefonieren mobil als über das Festnetz

Der Trend zum Handy ist seit Jahren zu beobachten. 2002 besaßen bereits 17 % der Österreicher ausschließlich ein Handy. Sie verzichteten ganz auf den Festnetzanschluss. Dieser wird auch für den Internetzugang zunehmend unwichtiger. Fast ein Drittel (30 %) können sich bereits vorstellen, ohne einen Festnetzanschluss ins Internet einzusteigen. Dieser Trend hält unvermindert an. Die EE&MC Studie belegt, dass vor allem in Wien Menschen zunehmend das Festnetz durch den Mobilfunk ersetzen.

DDr. Hildebrand, Managing Partner von EE&MC und Studienleiterin, stellt fest: "In Wien konnte der Trend, der auch in anderen europäischen Großstädten erkennbar ist, erstmals bewiesen werden:
Menschen telefonieren zunehmend mobil."

Während die in Wien lebende Bevölkerung das Preisargument als Grund für den Umstieg zum Handy und den Verzicht auf das Festnetz angibt, ist es für alle anderen Bundesländer der Wunsch, immer und überall erreichbar zu sein.

Trend 2: WienerInnen schauen beim Telefonieren auf ihr Geld

Als Hauptgrund für die Wiener Handymania werden vor allem die günstigen Tarife genannt. Überraschend stellt die Analyse aber fest, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Kaufentscheidungskriterien von Wienern und den übrigen Österreichern gibt. Die Wiener Bevölkerung berücksichtigt bei Kaufentscheidungen wesentlich stärker den Preis und stufte dessen Wichtigkeit fast doppelt so hoch ein wie andere Österreicher. Zwei von drei WienerInnen (68,3 %) entscheiden aufgrund des Preises, welches Kommunikationstool sie verwenden. Sie sind sehr konsequent in der Preis-Leistungsanalyse und räumen günstigen Tarifen einen hohen Stellenwert ein. Hingegen spielt für nur 38,4 % der Bewohner außerhalb Wiens der Preis eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung Handy oder Festnetz.

In Wien lebende Kunden reagieren sehr stark auf Preisänderungen. Jede Erhöhung führt zu deutlich sichtbaren Konsequenzen. DDr. Hildebrand: "Jedes Drehen an der Preisspirale wird von den Konsumentinnen und Konsumenten deutlich durch einen Wechsel zwischen den Kommunikationsinstrumenten beantwortet. Eine Substitution des Festnetzes durch den Mobilfunk ist gegeben."

Trend 3: Mobilität für Österreicher der Hauptgrund fürs Handy - nicht aber für Wiener

Der Hauptgrund für die Anschaffung eines Handys außerhalb Wiens ist die Erreichbarkeit immer und überall. "Jederzeit und an jedem Ort telefonieren zu können, schätzen 66,2 % der ÖsterreicherInnen als wesentlichen Vorteil ein. Allerdings ist es nur für rund 16,4 % der Wiener wirklich relevant in der Entscheidung für das Handy", berichtet Hildebrand. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Einem "Nicht-Wiener" ist es mehr als 3,5 Mal wichtiger, sein Telefon auch außer Haus nutzen zu können als einem Wiener. Hildebrand: "Die Mobilität, die dem Handy inne wohnt, ist für die in Wien lebende Bevölkerung einfach schon selbstverständlich und nicht mehr wegzudenken. Der typische Wiener bzw. die typische Wienerin denken nicht mehr daran, dass das Handy ihre Mobilität erhöht. Sie leben die Mobilität."

Der österreichische Telekom-Markt in Bewegung

DDr. Hildebrand über den heimischen Telekom-Markt: "Die Dynamik des Gesamtmarktes ist nach wie vor ungebrochen und der Trend zur mobilen Kommunikation hält weiterhin an. Spannend für uns als europäisches Unternehmen waren die Unterschiede zwischen der Bundeshauptstadt und dem übrigen Österreich, die sich selten so deutlich zeigen."

Als Empfehlung an Telekom-Unternehmen formuliert die Ökonomin mit juristischem Studium abschließend: "Möchte ein Unternehmen sich im Wiener Großraum behaupten und signifikant Kunden für sich gewinnen wollen, muss es vor allem auf die Preissensibilität der Wienerinnen und Wiener achten und gleichzeitig sein Serviceangebot zwischen dem Wiener Raum sowie dem Rest von Österreich abstimmen. Denn Wien zählt zu den dynamischsten, umkämpftesten und wettbewerbsintensivsten Telekom-Märkten Europas."

Über EE&MC

EE&MC - European Economic & Marketing Consultants GmbH, im Jahre 1992 von Doris Hildebrand gegründet, besteht aus einer Gruppe von Wettbewerbsökonomen mit europäischem Fokus. Unternehmenssitz ist Brüggen in Deutschland. Außenbüros befinden sich in Brüssel und seit Anfang November 2003 auch in Wien. Das Beratungsunternehmen bietet für alle Fragen des Wettbewerbsrechts hoch entwickelte ökonomische Analysen und Sachverständigen-Gutachten an. Die Expertise des EE&MC-Teams umfasst sowohl die Erstellung von Marktdefinitionen als auch von Marktstrukturanalysen.

EE&MC als Experten für den Telekommunikationsmarkt

EE&MC machte sich im deutschen Telekommunikationsmarkt bereits einen Namen und stellte ihre Expertise schon in einigen großen Projekten unter Beweis. So konnte EE&MC in Form eines Expertengutachtens für die deutsche Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) die Methodologie zur Marktanalyse im Telekommunikationssektor erarbeiten. EE&MC unterstützte auch das deutsche Ministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) bei der Umsetzung des neuen europäischen Telekommunikationsrechtsrahmens in das nationale Telekommunikationsgesetz. Nun will EE&MC diese Expertise auch im österreichischen Markt nutzen und eröffnete am 3. November 2003 ihr Wiener Büro im Palais Schey, Opernring 10.

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