Wirtschaftskammer Österreich begrüßt Fortschritte bei Gesundheitsreform

Abschaffung der Chefarztpflicht positiv - Nach Senkung der Arzneimittelpreise nun auch niedrigere Mehrwertsteuer bei Medikamenten notwendig

Wien (PWK784) - Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßt die heute präsentierten Fortschritte bei der Gesundheitsreform: "Das ist ein erster wichtiger Schritt in der Gesundheitsreform". Insbesondere die Abschaffung der Chefarztpflicht bei der Verschreibung von Medikamenten bedeutet eine Bürokratieentlastung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer als Patienten sowie für die Sozialversicherungen.

Grundsätzlich begrüßt wird von der Wirtschaft auch die (durch niedrigere Rezeptgebühren) angepeilte Förderung von Generika und die zwischen Gesundheitsministerium, Apothekerkammer und Pharmawirtschaft erzielte Einigung über eine Reduktion der Arzneimittelausgaben im Ausmaß von insgesamt 120 Millionen Euro pro Jahr. Die Wirtschaftskammer erwartet aber sich aber im Gegenzug bei der Aufnahme von neuen Medikamenten in den sogenannten "Erstattungskodex" der Sozialversicherungen ein rascheres und unbürokratischeres Verfahren als dies bisher gehandhabt wurde. Offen ist bei der Senkung der Arzneimittelpreise auch ein positiver Beitrag der öffentlichen Hand: Die Wirtschaft erwartet, dass die 20-prozentige Mehrwertsteuer auf Medikamente - wie von den Sozialpartnern in der Vergangenheit mehrfach gefordert wurde - jetzt endgültig abgesenkt wird. Mit 20 Prozent Mehrwertsteuer liegt Österreich gemeinsam mit Dänemark in Europa an der Spitze der Steuerbelastung bei Medikamenten. (RH)

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