Generikaverband: Arzneimittelpaket bringt wenig für Generika

Kurzfristige Maßnahmen werden Kostendynamik nicht bremsen

Wien (OTS) - Grundsätzlich begrüßt der Generikaverband die geplanten Einsparmaßnahmen bei den Arzneimittelausgaben. Für die Förderung von Generika wird nach Ansicht von Johann Wimmer, Obmann des Generikaverbandes, aber zuwenig getan. Eine Anhebung des Generikaanteils von derzeit 10 auf 20 Prozent sei mit der niedrigeren Rezeptgebühr nicht zu erreichen. Vor allem weil die niedrigere Rezeptgebühr nur für neu zugelassene Generika gelten soll. Es kann also unter Umständen noch Monate dauern, bis PatientInnen davon wirklich profitieren werden, so Wimmer weiter.

Generika-Anbieter doppelt belastet

Der österreichische Markt wird für Generika-Anbieter durch die Belastungen des Arzneimittelpakets zunehmend schwieriger. Generika waren schon bisher durchschnittlich ein Drittel preisgünstiger als vergleichbare patentabgelaufene Originale. "Jetzt werden unsere Preise nochmals kräftig gesenkt",Wimmer dazu, und wir leisten zusätzlich noch einen Beitrag über die Industrierabatte". Um diese Belastungen kompensieren zu können, müssten deutlich mehr Generika als bisher verschrieben werden.

Einsparungen vor allem durch Einmaleffekte

Die Einsparungen bei den Arzneimittelkosten werden vorwiegend durch Einmaleffekte erzielt. Wie die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, sind Spannenkürzungen und Preissenkungen nicht geeignet um die Kostendynamik in den Griff zu kriegen. Langfristige Einsparpotentiale sind im Arzneimittelmarkt nur über den verstärkten Wettbewerb durch Generika zu erzielen. "Die präsentierten Maßnahmen greifen nur kurzfristig, von einer wirklichen Reform des Arzneimittelmarktes kann also keine Rede sein", Wimmer weiter.

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