Geringfügigkeit nimmt alarmierend zu

Geringfügig Beschäftigte sind billige Arbeitskräfte für die Wirtschaft, haben aber keine soziale Absicherung. SPÖ fordert bessere Rahmenbedingungen und Jobs, von denen die Kärntner leben können

Klagenfurt (SP-KTN) – Wenn es fast schon so viele geringfügig Beschäftigte gibt, wie Arbeitslose (nämlich fast 220.000), dann ist das alarmierendes Signal. Zu diesen 220.000 Geringfügigen kommen noch rund 43.000 geringfügige Dienstverträge. Die Wirtschaft kann sich scheinbar keine angestellten Arbeitskräfte mehr leisten. „Das ist ein verheerender Umstand, billige Arbeitskräfte auszunutzen. Da ist die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen entsprechend zu ändern. Wenn rund 260.000 Österreicherinnen und Österreicher mit gerade einmal 300 Euro pro Monat das auslangen finden müssen, wundert es niemanden mehr, wenn die Kaufkraft sinkt“, verfolgt SP-Landesgeschäftsführer Herbert Würschl die Entwicklung mit zunehmender Besorgnis. Seit Jänner 2001 gab es eine Zunahme von rund 20.000 Geringfügigen.

Die Regierung hat hier kläglich versagt. Statt für die Menschen geregelte Arbeitsverhältnisse zu schaffen, werden diese geringfügig Beschäftigten ausgenutzt, sind aber nicht arbeitslosenversichert, haben keinerlei Anspruch auf Urlaub, Abfertigung oder auf eine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. „Was fehlt sind Anreize für die Wirtschaft, die Menschen anzustellen und ihnen somit Sicherheit zu geben, was sich im Gegenzug ja auch positiv für den Konsum auswirkt:
Die Leute sparen weniger, wenn sie eine gesicherte Zukunft haben. Davon kann aber derzeit keine Rede sein“, so Würschl abschließend. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Kärnten
Pressestelle
Tel.: 0463/577 88 76
Fax: 0463/577 88 87
mario.wilplinger@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS90005