Gesundheit: Lackner begrüßt Einigung bei Medikamentenkosten

"Verhandlungserfolg für Sozialversicherung" - SPÖ will mit 28 Anträgen Bewegung in Gesundheitsreform bringen

Wien (SK) SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner begrüßt die Einigung über Einsparungen bei den Medikamentenkosten, die heute von Gesundheitsministerin Rauch-Kallat bekannt gegeben wurde. "Damit wurde eine langjährige SPÖ-Forderung umgesetzt", sagte Lackner, der darin einen Verhandlungserfolg der Sozialversicherung sieht. Unverändert ablehnend steht Lackner allerdings dem Plan der Regierung gegenüber, neun Landesgesundheitsfonds einzurichten. "Das bedeutet eine weitere Zersplitterung der Strukturen", so Lackner am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Was wir brauchen, ist eine strukturelle Harmonisierung mit gleichen Beiträgen für die Versicherten und gleichen Leistungen." ****

Die SPÖ wird in den kommenden Nationalratssitzungen nach und nach ihre 28 Anträge für umfassende Reformen im Gesundheitswesen einbringen, kündigte Lackner an. Als zentrale Ziele der SPÖ-Initiative nannte Lackner: Den Erhalt des Gesundheitssystems auf seinem hohen Niveau - bestmögliche Versorgung unabhängig von Alter und Einkommen, keine neuen Selbstbehalte, ein am ASVG orientiertes Beitrags- und Leistungsmodell für alle, Ausbau von Prävention und Aufklärung sowie ein effizienteres Kostenmanagement im Gesundheitsbereich.

Lackner ist davon überzeugt, dass sowohl im niedergelassenen Bereich als auch im Spitalbereich erhebliche Effizienzpotenziale genutzt werden können, und das ohne Leistungseinschränkungen. So sei die Umwidmung von Krankenhaus-Akutbetten in Pflegebetten und geriatrische Akutbetten eine Maßnahme, die wegen der veränderten Altersstruktur dringend geboten sei; zudem könne damit ein dreistelliger Millionen-Betrag eingespart werden, sagte Lackner.

Die SPÖ wendet sich gegen Schließungen von Spitälern. Mit Umwidmungen von Betten seien aber pro Bett und Tag 150 Euro einzusparen. Lackner ist überzeugt, dass dieser Vorschlag der SPÖ von den Bundesländern unterstützt wird. Dazu gab er außerdem zu bedenken, dass ein ins Krankenhaus integrierter Pflegebereich auch für das Pflegepersonal Verbesserungen bringt. (Schluss) wf

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