Streik: FSG-Jugend solidarisch mit den EisenbahnerInnen

Bundesvorsitzender Lindner zu ÖBB-Reform: Zerstörung der Bahn geht auch auf Kosten der Jugend

Wien (FSG). Solidarisch mit den Streikmaßnahmen der Eisenbahnergewerkschaft gegen die Zerschlagung der Bahn im Rahmen der geplanten ÖBB-Reform erklärte sich heute Mario Lindner, der Bundesjugendvorsitzende der FSG (Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen). Für Lindner ist der Arbeitskampf der Eisenbahner "voll und ganz" nachvollziehbar. Würde die Reform doch den "Todesstoß" für das Unternehmen ÖBB bedeuten: "Die Bahn wird mit dieser Reform nur in neue Schulden gestürzt. Für die Fahrgäste wird sie bei schlechterer Qualität und weniger Sicherheit nur zu höheren Fahrpreisen führen und deshalb auch keine neuen Kunden anlocken", sagte Lindner am Dienstag in Wien. Zudem seinen bereits über 10 Verhandlungstermine der Gewerkschaft mit der Regierung ergebnislos verstrichen. "Dass die Regierung auf die Alternativkonzepte der Eisenbahnergewerkschaft nicht einmal eingehen will, spricht nicht gerade für ihre Konsensfähigkeit. Eine Ausweitung der Proteste wäre daher nicht weiter verwunderlich", bekräftigte Lindner. ++++

"Die schwarz-blaue Bundesregierung stellt sich offensichtlich taub, wenn es um die Anliegen und Sorgen junger Menschen geht. Nicht nur die dramatisch hohe Jugendarbeitslosigkeit lasse diesen Schluss zu. Speziell auch im Rahmen der ÖBB-Reform würden mit den geplanten gesetzlichen Eingriffen in die privatrechtlichen Dienstverträge der EisenbahnerInnen vor allem auch die jungen EisenbahnerInnen 'mit voller Härte' getroffen, kritisierte Lindner. Denn etwa mit der Streichung der automatischen Vorrückungen beraube die Regierung jüngere ÖBB-MitabeiterInnen ihrer beruflichen Perspektiven. "Es ist deshalb blanker Hohn, wenn die Regierung davon spricht, dass die Motivation der EisenbahnerInnen mit der ÖBB-Reform steigen wird. Schon jetzt verlassen viele von der Bahn-Politik der Regierung frustrierte junge EisenbahnerInnen das Unternehmen. Die totale Veralterung der ÖBB droht", stellte Lindner abschließend fest.

FSG, 10. Oktober 2003
Nr. 084

Rückfragen & Kontakt:

FSG-Jugend, Stefan Maderner
Tel.: (++43-1) 53 444 / 320

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGS0001