FÜHRERSCHEIN NEU IST FIX

Eins ist sicher: Der Führerschein Neu kommt! Zumindest am Papier - und wird mehrsprachig.

Wien (OTS) - Punkteführerschein, Vormerksystem oder Maßnahmenführerschein - wie die Maßnahme gegen Hochrisikolenker letztlich heißen wird ist ungewiss. Fest steht, dass sich Verkehrsminister Gorbach zu restriktiven Maßnahmen gegen gefährliche Lenker entschlossen hat und die langjährige Forderung des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) ins Parlament bringen will. Fest steht auch, dass eine Führerscheinneuerung ganz sicher kommt - zumindest am Papier: Ab 2. Mai 2004 wird der "rosa Schein" mehrsprachig. Im Hinblick auf die Aufnahme von zehn neuen Mitgliedsstaaten in die Europäische Union, muss dann jeder neu ausgestellte Führerschein diesen Neuerungen angepasst werden. Das Wort "Führerschein" auf der ersten Seite des Papiers wird künftig zusätzlich in den Sprachen der neuen Mitgliedsländer aufscheinen.

Bedrohliche Lenkerkarrieren mit Punktesystem verhindern

Diese Neuerung hat zwar verwaltungstechnische Auswirkungen, im Sinne der Erhöhung der Verkehrssicherheit sind aber massivere Änderungen erforderlich. KfV-Direktor Dr. Othmar Thann warnt: "Hochrisikolenker, die andere Verkehrsteilnehmer durch ihr kopfloses Verhalten gefährden und sogar töten, müssen gestoppt werden. Offenbar ist vielen Autolenkern nicht bewusst, welche Tragödien sie mit ihrem riskanten Verhalten wie Raserei, gefährlichem Überholen oder Fahren unter hohem Alkoholeinfluss anrichten können". Am Wochenende forderte ein einziger Unfall sechs schwerverletzte Personen, nur weil ein junger Lenker wieder einmal viel zu schnell unterwegs war. Ein Punktesystem erkennt bedrohliche Lenkerkarrieren frühzeitig und kann diese mit individuellen Maßnahmen wie psychologischen Gesprächen oder Nachschulungen stoppen.

Thann: Vormerksystem wird bei Bevölkerung punkten

Die mit Jahresbeginn eingeführte Fahrausbildung in mehreren Phasen wurde von den Führerscheinneulingen überaus positiv aufgenommen. "Sowohl die Fahrsicherheitstrainings als auch das verkehrspsychologische Gruppengespräch sind gut angekommen. Es ist zu erwarten, dass auch ein Vormerksystem bei der Bevölkerung punkten wird", zeigt sich Thann zuversichtlich. Noch dazu, wo sich laut der jüngsten Umfrage des KfV 77 Prozent der Befragten zusätzliche Maßnahmen gegen verhaltensauffällige Lenker wünschen.

17 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 9 am Wochenende

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 13 Pkw-Insassen (davon 12 Lenker), 1 Motorrad-Lenker, 1 Radfahrer und 2 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (6), Vorrangverletzung (2), Überholen (4) und Unachtsamkeit (2) festgestellt werden. Bei 2 Unfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 2 Fußgänger und 1 Radfahrer kamen durch Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei einem Unfall Mitursache. 4 der 16 Unfälle waren Alleinunfälle. 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. 1 Fahrzeuglenker beging Fahrerflucht. Vom 1. Jänner bis zum 9. November dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 797 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung berücksichtigt bis Ende September), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 822 Menschen tödlich.

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