Trannacher: Faire Chancen für Kärntens Frauen

„Den Männern ihre Rechte und nicht mehr! Den Frauen ihre Rechte und nicht weniger!“

Klagenfurt (SP-KTN) – In ihrer ersten Pressekonferenz betonte die neue Frauenvorsitzende der SPÖ Kärnten, Sieglinde Trannacher, sich für eine aktive Gleichstellungspolitik einzusetzen. Mit dem Motto der SPÖ Frauen Kärnten, „Den Männern ihre Rechte und nicht mehr! Den Frauen ihre Rechte und nicht weniger!“ soll die Öffentlichkeit wachgerüttelt werden. „Es geht den SPÖ Frauen nicht darum, Privilegien für Frauen zu schaffen oder Männer in ihren Rechten zu beschneiden. Es geht darum, aufgrund dieser Unterschiedlichkeit auch unterschiedliche Rahmenbedingungen für Frauen und Männer zu schaffen, um Chancengleichheit zu garantieren“, erklärt Trannacher.

Als frauenpolitische Schwerpunkte werden sich die SPÖ Frauen Kärnten in den nächsten Wochen insbesondere den Bereichen Armut und Ausgrenzung sowie der Beschäftigungssituation widmen. Am Landesparteitag der SPÖ Frauen sind mit dem beschlossenen Landtagswahlprogramm „Faire Chancen für Kärntens Frauen“, die Grundlagen geschaffen worden, um die berechtigten Anliegen der Kärntnerinnen zu vertreten. „In Zeiten, in denen Frauenpolitik seitens der Bundesregierung nicht mehr stattfindet ist es umso wichtiger, auf die Anliegen der Frauen hinzuweisen und diese zu vertreten“, so Trannacher.

„Während sich Landeshauptmann Jörg Haider und die FPÖ mehr und mehr eine virtuelle Realität bauen und die Situation in Kärnten schönreden, widmen sich die Kärntner SozialdemokratInnen den tatsächlichen Sorgen und Problemen in unserem Bundesland“, kritisiert Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut die Politik von Schwarz-Blau, die auch in unserem Bundesland – vor allem für Frauen – nur Verschlechterungen gebracht hat. Frauen werden mehr und mehr in sogenannte atypische Beschäftigungsverhältnisse abgedrängt. Es gelingt ihnen immer weniger, ihren Lebensunterhalt mit ihrem Erwerbseinkommen zu sichern. „Als starkes Indiz für die Zunahme von Armut und Armutsgefährdung muss der Umstand betrachtet werden, dass immer mehr Frauen auf die Unterstützungsleistungen von Hilfsorganisationen angewiesen sind“, zeigt Schaunig-Kandut eine besorgniserregende Entwicklung auf.

Nicht gerade begünstigt wird diese Entwicklung durch die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Kärnten. Die Arbeitslosigkeit konnte im Oktober im Vergleich zum Vorjahr, leicht gesenkt werden. Die Beschäftigungszuwächse lassen sich jedoch zum einen auf die nach wie vor wachsende Anzahl von Teilzeitbeschäftigten zurückführen, zum anderen auf die Tatsache, dass sich im heurigen Jahr um 500 Personen mehr in Schulungsprogrammen des AMS befinden. „Bei einer Abnahme der Arbeitssuchenden von rund 100 Personen ergibt das letztlich eine Negativbilanz von 400 Arbeitslosen mehr im Vergleich zum Oktober 2002“, rechnet Trannacher vor und entkräftet damit die Jubelpropaganda Haiders. Hinzu kommen rund 6.500 Karenzgeldbezieherinnen, davon fast 800 arbeitslose KarenzgeldbezieherInnen, und 1.000 Präsenzdiener, die zwar zur Gesamtbeschäftigung zählen, aber de facto keinen Job haben.

Wie ernst die SPÖ die Einbindung der Frauen in die politische Arbeit nimmt, zeigen unzählige Beispiele – ob als Nationalratsabgeordnete, Landesrätin, Landtagsabgeordnete, Bürgermeisterinnen, Stadträtinnen oder Gemeinderätinnen. Frauenförderung ist für die Sozialdemokratie kein Lippenbekenntnis, sondern ein selbstverständlicher Bestandteil ihres Organisationsstatutes. „Deshalb tritt die SPÖ mit einem starken Frauen-Team zur Landtagswahl 2004 an und es wird an den Wählerinnen und Wählern liegen, diese Frauen mit ihren Vorzugsstimmen auch so zu stärken, dass Frauenpolitik auch wieder eine Zukunft hat“, erklärt LAbg. Anita Wulz. (Schluss)

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