Kanada ermöglicht Versorgung von Entwicklungsländern mit dringend benötigten Medikamenten

Wien (OTS) - Die Kanadische Regierung schuf am 6. November 2003
die gesetzlichen Voraussetzungen für den Export von dringend benötigten, kostengünstigen pharmazeutischen Produkten in Entwicklungsländer. Kanada unterstreicht damit seine führende Rolle im Kampf gegen weltweite Gesundheitsprobleme, insbesondere HIV/AIDS, Tuberkulose, Malaria und andere epidemische Krankheiten.

Dank der geplanten Änderungen des kanadischen Patentgesetzes sowie des Lebensmittel- und Medikamentengesetzes ist Kanada das weltweit erste Land, das konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Doha-Deklaration (Declaration on the Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights Agreement and Public Health) der Welthandelsorganisation (WTO) trifft. Die gesetzlichen Änderungen machen es für Pharmazieunternehmen in Kanada leichter, ihre Produkte in Entwicklungsländer zu exportieren.

Laut dem WTO-Abkommen dürfen in den Mitgliedsstaaten Produkte nicht nur vom Patentinhaber erzeugt werden sondern für einen bestimmten Zeitraum auch von Lizenznehmern, wenn seitens eines Landes mit unzureichender Produktionskapazität Nachfrage besteht.

Der für den internationalen Handel verantwortliche Minister Pierre Pettigrew lobte die Gesetzesänderungen als "weitreichend, flexibel und im Sinne dessen, worüber die Mitglieder der WTO so lange verhandelt haben. Wir hoffen, dass entwickelte Länder auf der ganzen Welt unserem Beispiel folgen werden. Unsere Maßnahmen zeigen Kanadas klares Bekenntnis zu den Entwicklungszielen der Doha-Agenda". Gesundheitsministerin Anne McLellan betonte, dass die in Entwicklungsländer exportierten pharmazeutischen Produkte den strengen kanadischen Sicherheitsstandards entsprechen werden, und Außenminister Bill Graham bezeichnete die Gesetzesänderungen als "eine der wichtigsten Maßnahmen Kanadas zur weltweiten Förderung von Gesundheit und Menschenrechten".

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